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Visionen für die Zukunft
vom 5. bis 7. Mai 2004
Visionär und lebendig präsentieren die acht Fakultäten der TU Berlin vom 5. bis 7. Mai 2004 ihre "Visionen für die Zukunft“. Die
Besucherinnen und Besucher erwarten unter anderem Workshops mit Diskussionen, Präsentation und einer Zaubershow sowie eine begleitende Ausstellung mit zahlreichen Exponaten vom Segelbootmodell bis zu einer Demontagestation für Mobiltelefone. Das Ausstellungskonzept wurde vom TU-Studiengang Bühnenbild entworfen.
Die Ausstellung im Foyer im 1. OG ist am 4. Mai, 18.30 bis 20.00 Uhr, am 5. und 6. Mai von 9.00 bis 20.00 Uhr und am 7. Mai, von 9.00 und 15.00 Uhr zu besichtigen.
Prof. Dr.-Ing. Luciënne Blessing, 2. Vizepräsidentin der TU
Berlin, wird die Ausstellung im Anschluss an Festakt und Empfang am 4. Mai 2004
um 20.00 Uhr eröffnen.
Veranstaltungsort: Hauptgebäude der TU Berlin, Raum H 104 und Foyer im 1.
OG, Straße des 17. Juni 135,
10623 Berlin
Kurzvorträge, Diskussionen, Workshops
| Zeiten |
Mittwoch,
5.5. |
Donnerstag,
6.5. |
Freitag,
7.5. |
| 9.00-10.00 |
Fakultät II
Mathematik und Naturwissenschaften |
Fakultät III
Prozesswissenschaften |
Fakultät VII
Architektur Umwelt Gesellschaft |
| 10.00-11.00 |
| 11.00-12.00 |
| 12.00-13.00 |
Fakultät I
Geisteswissenschaften |
Fakultät VIII
Wirtschaft und Management |
| 13.00-14.00 |
Fakultät IV
Elektrotechnik und Informatik |
| 14.00-15.00 |
|
| 15.00-16.00 |
Fakultät V
Verkehrs- und Maschinensysteme |
Fakultät VI
Bauingenieurwesen und Angewandte Geowissenschaften |
| 16.00-17.00 |
| 17.00-18.00 |
- Fakultät II Mathematik und
Naturwissenschaften
Mittwoch, 5. Mai 2004, 9.00 - 12.00 Uhr
Moderne naturwissenschaftliche Fragestellungen sind so komplex, dass es
in Forschung und Lehre einer anschaulichen Darstellung bedarf, um den
Verflechtungen auf den Grund zu gehen. Wie das aussieht, kann man bei einer
faszinierenden 3D-Präsentation erleben, die die virtuelle Realität von
Molekülen zeigt. Hier kann man eintauchen in die Welt neuer Materialien und
moderner Mathematik. In dreidimensionaler Darstellung werden
Forschungsthemen präsentiert, die die Naturwissenschaften der Zukunft
prägen werden: von Quantenpunkten und Halbleiterlasern bis zu optischen
Verbindungen, den so genannten optischen Interconnects. In der Ausstellung
ist zu sehen, welche modernen Präsentationsmethoden staubige Tafelbilder in
die Welt der Großväter verweisen - oder wie Vorlesungen von zu Hause aus
am eigenen PC verfolgt und Experimente interaktiv durchgeführt werden
können.
3D-Präsentation:
- "TU-Chemie heute und morgen"
Prof. Mueller
- "Geometrie und Visualisierung"
Prof. Sullivan
- "Auf dem Weg zu den kleinsten Dingen - Nanos für das Jahrhundert der Photonik und
Medizin"
Prof.
Bimberg
-
Moderator: Prof. Thomsen
Fakultät I Geisteswissenschaften
Mittwoch, 5. Mai 2004, 12.00 - 15.00 Uhr
Die Zukunftsfähigkeit eines Landes hängt auch von der Entwicklung der
Gesellschaft ab. Die TU-Geisteswissenschaften präsentieren in Kurzvorträgen
ihre Forschungsaktivitäten in diesem Bereich und ihren Beitrag bei der
Entwicklung einer zukunftsorientierten Technologie. Um in die Zukunft
blicken zu können, muss man zunächst mit den historischen Entwicklungen
vertraut sein. Folgerichtig beginnt die Präsentation mit einem Vortrag der
Wissenschafts- und Technikgeschichte zum Thema "Wissenschaft im
Spannungsfeld der Politik - die Geschichte der technischen Universitäten".
Danach wird die Kommunikationswissenschaft Sprache sichtbar werden lassen,
das Zentrum für Antisemitismusforschung die Rolle von Vorurteilen,
Rechtsextremismus und Fremdenfeindschaft untersuchen und die Philosophie das
Zusammenspielen unterschiedlicher Formen menschlichen Wissens erhellen.
Schließlich wird die Erziehungswissenschaft Wege für Familie, Schule und
Politik aufzeigen, die es ermöglichen, dass alle Kinder und Jugendlichen im
Europa des 21. Jahrhunderts unter den bestmöglichen Voraussetzungen
aufwachsen können.
Kurzvorträge:
- "Geschichte der Technischen Universitäten - Wissenschaft im Spannungsfeld der Politik"
Prof. König
- "Sprache hören und sehen - Sprechausdruck von Mensch und Maschine"
Prof. Fagel
- "Antisemitismus, Rechsextremismus, Xenophobie - Beiträge der Wissenschaft zur Auflösung von Vorurteilen und Feindbildern"
Prof. Benz u. Dr. Widmann
- "Formen, Praktiken und Dynamiken von Wissen"
Prof. Abel
- "Zukunftsfähige Lern- und Sozialisationsprozesse in Schule und Familie unter Bedingungen der Vielfalt"
Prof. Schütte
- Moderation: Prof. Erdmann, Dekan der Fakultät I
- Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik
Donnerstag, 6. Mai 2004, 13.00 - 15.00 Uhr
Experimente, Demonstrationen und eine spektakuläre Zaubershow mit dem Titel "Zauberhaftes Licht" entführen in die Welt von Licht, Laser und Computer. So erfährt man, wie die Glühlampe 125 Jahre nach ihrer Erfindung heute durch energieoptimierte Lichtquellen abgelöst wird.
"Intelligente Kommunikationstechnologien mit Nutzeradaption" zeigen, wie
Kommunikationstechniken auf den Menschen bezogenen werden. Bei dem Thema "Bildverarbeitung im visuellen System" werden mathematische Modelle und neurobiologische Experimente verglichen. In der Ausstellung sind außerdem zahlreiche Exponate zu sehen: zum Beispiel Demonstratoren aus der integrierten Energieversorgung,
Waferleveltechnologien, Hochleistungs-Diodenlaser und Mikrowellenschaltungen. Gezeigt werden auch eine Bestrahlungsanlage, die die Bildung des für den menschlichen Körper wichtigen Vitamins D3 stimuliert, sowie zwei
Telekommunikationsdienste der nächsten Generation: PIA, der persönliche Informationsagent, und der
Freizeitplanungsdienst BerlinTainment.
Experimentalvorträge:
- "Energieoptimierte Lichtquellen nach 125 Jahren Glühlampe"
Prof. Kaase
- "Intelligente Kommunikationstechnologien mit Nutzeradaption"
Prof. Sikora
- "Bildverarbeitung im visuellen System; Vergleich von mathematischen Modellen und neurobiologischen
Experimenten"
Prof. Obermayer
- "Zauberhaftes Licht"
Prof. Weis
- Moderation: Prof. Kaase
- Fakultät VI Bauingenieurwesen und Angewandte Geowissenschaften
Donnerstag, 6. Mai 2004, 15.00 - 18.00 Uhr
Streit um den Klimaschutz: Deutschland droht das Ziel des
Kyoto-Vertrages, die Kohlendioxid-Emissionen bis 2012 um 17 Millionen Tonnen zu senken, zu verfehlen. Der im März diesen Jahres ausgehandelte Kompromiss über den Handel mit Emissionsrechten entlastet die
deutsche Wirtschaft. Sie trägt nur noch zehn Millionen Tonnen bei. Den Rest müssen
voraussichtlich der Verkehrsbereich und die privaten Haushalte aufbringen. Präsentiert werden innovative,
ingenieurwissenschaftliche Ansätze zur Reduktion von Emissionen, zum Beispiel ein Verfahren zur Abscheidung von CO2 in Großanlagen und in der Mobilität sowie Möglichkeiten zur CO2-Zwischenspeicherung durch Einlagerung im Ozean oder in geologischen Formationen im
Untergrund. Zum Abschluss findet eine Diskussion mit Vertretern von Bundesministerien statt. In der begleitenden Ausstellung gibt eine Bildschirmpräsentation Einblick in die CO2-Thematik. Mit einer Helmkamera können zudem Arbeiten auf Baustellen live verfolgt werden.
"Innovative Ansätze zur Reduktion von CO2-Emissionen -
eine ingenieurtechnische Aufgabe"
Workshop: (Programm mit Zeitangaben)
- Quellen für anthropogenes CO2
Prof. Erdmann
- Schadstoffarme Kraftwerke der Zukunft
Teil 1: Prof. Tsatsaronis
Teil 2: Prof. Paschereit
- Technische Prozesse zur Abscheidung von CO2
/ CO2-Zwischenspeicherung - Einlagerung im Ozean
Prof. Arlt
-
Geologische Speicherung
Prof. Dominik
- Klimaschutzpolitik und Zertifikatehandel als Forschungs- und Innovationsanreiz
Prof. Erdmann
- Diskussion mit Vertretern aus den Bundesministerien
Dr. Katenkamp, Bundesministerium für Bildung und Forschung
BMBF
Min. Rat Schafhausen, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
( BMU)
- Fakultät VII Architektur Umwelt Gesellschaft
Freitag, 7. Mai 2004, 9.00 - 12.00 Uhr
Sinkende Bevölkerungszahlen und ökonomischer Wandel werden das Gesicht der
Metropolenregion Berlin-Brandenburg bis 2020 verändern. Brachfallende Flächen und sonstige Freiräume in bisher ungekannter Größenordnung werden das Bild der Region prägen. An typischen
Beispielen wird bei der Präsentation gezeigt, wie solche Flächen innovativ gestaltet werden
können.
Bis 2020 sollte zudem eine "Hauptstadtregion Berlin" etabliert werden, zu deren zentralen
Aufgaben ein nachhaltiges Flächenmanagement gehört. Es soll helfen, die Siedlungsentwicklung zu steuern. Dabei werden auch neue Technologien zum Recycling von kontaminierten Flächen vorgestellt.
Eine weitere Präsentation befasst sich mit einem internationalen Forschungsvorhaben zur
Frage, ob und wie durch die zeitgenössische Architektur lokale Identität geschaffen wird. Gerade in Entwicklungsregionen sind scheinbar lokal verwurzelte Identitäten bei genauerer Betrachtung auch von äußeren Einflüssen geprägt. Das Projekt wird mit Partnern in Brasilien, Mexiko,
Indien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Singapur durchgeführt.
Plan- und Kartenbeispielen, Simulationen und Videopräsentationen zu den Vorträgen sind in der begleitenden Ausstellung zu sehen.
Vorträge:
- Fakultät VIII Wirtschaft und Management
Freitag, 7. Mai 2004, 12.00 - 14.00 Uhr
Technologie und Management bestimmen unser Leben - heute und in der Zukunft.
Lösungsansätze sind dabei so komplex und vielschichtig wie die Problemstellungen selbst. Dies gilt zum Beispiel für die Logistik, die unter anderem die Steuerung von Informationsflüssen in
Transportketten und Telematik-Diensten erforscht und weiterentwickelt. Dass bereits die Entstehung und auch die Akzeptanz von innovativen Technologien Ergebnis eines umfangreichen
Entwicklungs- und Managementprozesses sind, zeigt das Produktions- und Innovationsmanagement. Auch bei der Bewertung sozial-ökologischer Potenziale von Wohnungsbeständen ist Management vonnöten. Zum Beispiel bei der Frage, ob ein Umbau manchmal nicht besser ist als ein Neubau. Management- und Technologielösungen heben die Lebensqualität und fördern Wachstum und Beschäftigung. Dies zeigt sich im Bereich der Gesundheitssysteme am Beispiel des Gesundheitsmarktes Berlin oder der Netzwerkökonomie. Die Netzwerkökonomie befasst sich mit den verschiedensten Netzwerken von Stromnetzen bis hin zum Straßen- und
Schienenverkehr und entwickelt Handlungsempfehlungen für die beteiligten Akteure.
Vorträge:
- "Logistik"
Prof. Baumgarten
- "Netzwerkökonomie und Netzwerktechnik"
PD Dr. Ch. v. Hirschhausen
- "Network Planning"
Prof. Günther
- "Innovationsmarketing"
Prof. Trommsdorff
- "Innovationsmanagement"
Prof. Gemünden
- "Gesundheitssysteme"
Prof. Henke
- "Operatives Controlling"
Prof. Zwicker
- "Gesundheitstechnologien"
Prof. Busse
- "Zeilenumbruch - Umbauen statt neu bauen"
Dr. G. Wendorf
- Moderation: Prof. Hunscha
Im Rahmen der 125-Jahr-Feier findet am 25. und 26. Mai 2004 das 2.
Wissenschaftssymposium Logistik statt, veranstaltet durch die
Bundesvereinigung Logistik (BLV).
Absolventenverabschiedung der Fakultät VIII / Antrittsvorlesung
"Rationales Herdenverhalten" von Prof. Dr. Hans Hirth: Freitag, 7.
Mai 2004 - 15.00 Uhr - Raum H 3005 (Hauptgebäude, Straße
des 17. Juni 135, 10623 Berlin)
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