Clara von Simson als Studentin

  Frauen an der Technischen Universität
Clara von Simson (1897-1983)

Im Herbst 1947 erhielt die fast 50-jährige Clara von Simson eine Stelle als Oberingenieurin an der Technischen Universität. Damit arbeitete eine derjenigen Wissenschaftlerinnen an der TU, die 1933 aus "rassischen" oder politischen Gründen ihren Arbeitsplatz an der Friedrich-Wilhelm-Universität verloren hatten.
Clara von Simson, geboren am 4. Oktober 1897 in Rom als Kind einer bekannten liberalen Familie machte 1918 ihr humanistisches Abitur. Von 1919-1923 studierte sie an der Berliner Universität Physik und Chemie. Zu ihren Lehrern gehörten Albert Einstein, Max von Laue, Walter Nernst und Max Planck. Nach der Promotion zum Dr. phil. im Hauptfach Experimentalphysik arbeitete sie bis 1933 als Assistentin am physikalisch-chemischen Institut der Universität. Die wissenschaftliche Karriere schien sicher. 1933 war dies alles vorbei. Während der NS-Diktatur übersetzte Clara von Simson Fachartikel und arbeitete in der Kanzlei der Patentanwälte Franz und Freda Wuesthoff.