Bericht des Präsidiums der Technischen Universität Berlin an das Konzil am 21. Februar 2000

[TU Berlin]

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E. Bericht des Dritten Vizepräsidenten

Im Berichtszeitraum vom 1.4.1999 bis zum Januar 2000 wurden im Bereich "Forschung und Wissenschaftlicher Nachwuchs" folgende Aufgaben wahrgenommen und die folgenden Ergebnisse erzielt:

1. Sonderforschungsbereiche:

  • Einrichtung des Sfb 498 "Protein-Kofaktor-Wechselwirkungen in biologischen Prozessen", Sprecher: Prof. Lubitz, FB 5;
    • Verlängerung des Sfb 193, "Biologische Behandlung industrieller und gewerblicher Abwässer", Sprecher: Prof. Jekel, FB 6;
    • Begleitung der laufenden TU-Sonderforschungsbereiche
      • Sfb 281 "Demontagefabriken zur Rückgewinnung von Ressourcen in Produkt- und Matrialkreisläufen", Sprecher: Prof. Seliger, FB 11, 2. Förderphase bis Ende 2000,
      • Sfb 288 "Differentialgeometrie und Quantenphysik", Sprecher: Prof. Pinkall, FB 3, 3. Förderphase bis Ende 2000,
      • Sfb 296 "Wachstumskorrelierte Eigenschaften niederdimensionaler Halbleiterstrukturen", Sprecher: Prof. Bimberg, FB 4, 2. Förderphase bis Ende 2000,
      • Sfb 448 "Mesoskopisch strukturierte Verbundsysteme", Sprecher: Prof. Findenegg, FB 5, 1. Förderphase bis Ende 2000,
      • Sfb 557 "Beeinflussung komplexer turbulenter Scherströmungen", Sprecher: Prof. Fernholz, FB 10, seit 1.7.1998,
      • Sfb 605 "Elementarreibereignisse", Sprecher: Prof. Ostermeyer, FB 10, seit 1.7.1998;

2. Begleitung der laufenden DFG-Forschergruppen mit TU-Sprecherschaft:

  • Konzeption, theoretische Fundierung und Validierung einer anwendungsbezogenen Petrinetz-Technologie; Prof. Weber, FB 13;
  • Mensch-Maschine-Interaktion in kooperativen Systemen der Flugsicherung und Flugführung, Sprecher: Prof. Fricke, FB 10;
  • Technik im Haushalt zur Unterstützung der selbständigen Lebensführung älterer Menschen, Sprecher: Prof. Friesdorf, FB 11.

3. Graduiertenkollegs:

  • Bewilligung des Graduiertenkollegs "Stochastische Modellierung und quantitative Analyse großer Systeme in den Ingenieurwissenschaften", Sprecher: Prof. Hommel, FB 13, zum 1.10.2000;
  • Begleitung der laufenden Graduiertenkollegs mit TU-Sprecherschaft:
    • "Polymerwerkstoffe", Sprecher: Prof. Reichert, FB 5;
    • "Kommunikationsbasierte Systeme", Sprecher: Prof. Hommel, FB 13;
    • "Stochastische Prozesse und probabilistische Analysis", Sprecher: Prof. Scheutzow, FB 3;
    • "Kunstwissenschaft-Bauforschung-Denkmalpflege", Sprecher: Prof. Wolters, FB 1;
    • "Synthetische, mechanistische und reaktionstechnische Aspekte von Metallkatalysatoren", Sprecher: Prof. H. Schumann, FB 5;
    • "Bedarfsgerechte und kostengünstige Gesundheitsversorgung", Sprecher: Prof. Henke, FB 14;

4. Fachbereichsübergreifende Forschungsschwerpunkte (insbesondere auch FSP):

  • Verlängerung des "Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG)";
  • Einrichtung des FSP "Schinkel-Zentrum für Architektur-, Stadtforschung und Denkmalpflege";
  • Begleitung der derzeit geförderten FSP
    • FSP "Zentrum Mensch-Maschine-Systeme", Prof. Timpe,
    • FSP "Internationale Geo-Systemanalyse", Prof. Klitzsch,
    • FSP "Biotechnologie-Zentrum", Prof. Buchholz,
    • FSP "Fluidsystemtechnik", Prof. Kraume,
    • Technologien der Mikroperipherik, Prof. Reichl,
    • TUBKOM (Breitbandkommunikation), Prof. Krallmann;
  • Vorbereitung der Begutachtung zur Verlängerung des FSP "Biotechnologie-Zentrum", Prof. Buchholz;
  • Vorbereitung eines FSP "Mikrofertigung", Prof. Lehr;
  • Vorbereitung eines FSP "Gewässerschutz", Prof. Jekel;
  • Vorbereitung eines FSP "Technische Werkstoffe", Prof. Schubert;
  • Planung eines Forschungs-Schwerpunktes "Verkehr und Mobilität" als TU-interne komplementäre Struktur zum "Forschungs- und Anwendungsverbund Verkehrssystemtechnik (FAV)".

5. Verlängerung des Kooperationsvertrages der TU Berlin mit dem "Forschungs- und Anwendungsverbund Verkehrssystemtechnik (FAV)" durch Beschluss des AS.

6. TU-interne Forschungsförderung:

  • Vorbereitung und Bearbeitung von Anträgen zu Interdisziplinären Forschungsschwerpunkten (IFS) für die Themen:
    • Ökologische Auswirkungen von Flat Panel Displays aus Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik,
    • Diagnoseunterstützung und Entscheidungshilfe zur Sicherung und Optimierung von Fertigungsprozessen,
    • Kommunikation, Kooperation und Sicherheit in komplexen soziotechnischen Systemen;
  • Vorbereitung und Bearbeitung von 4 Anträgen für Forschungs-Initiativ-Projekte (FIP) von Nachwuchswissenschaftlern aus den Fachbereichen 4 (2), 11 und 15;

7. Begleitung der Koordinierung und Vorbereitung der Gründung des "ZEMI - Zentrum für Mikrosystemtechnik -)", Prof. Reichl.

Im ZEMI sollen die Berlin-weiten Aktivitäten im Bereich der Mikrosystemtechnik von der Hochschulforschung, den relevanten außeruniversitären Forschungseinrichtungen - insbesondere in Berlin-Adlershof - bis hin zu Unternehmen zusammengeführt werden. Diese Initiative geht auf die Wissenschaftsverwaltung in Folge der Empfehlungen von Experten beim forschungspolitischen Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zurück.

8. TU-Kooperationen mit der Wirtschaft

Im März 1999 fand die Einführung von Herrn Prof. Mirow als Pate der Siemens AG für die TU Berlin unter Beteiligung des alten wie auch des bereits neu gewählten Präsidiums statt. U. a. wurde verabredet, die Kooperation in der Forschung auf eine neue zukunftsfähige Basis zu stellen. Dazu wurde im Sommer 1999 im Rahmen verschiedener bilateraler Gespräche eine Analyse von gemeinsamen Kooperationspotenzialen vorgenommen. Die TU hat im August 1999 der Siemens AG ein konkretes Kooperations-Angebot vorgelegt.

Am 02.12.1999 fand im Magnus-Haus in Berlin-Mitte eine gemeinsame Präsentationsveranstaltung statt mit dem Ziel, den Erfolg bestehender Forschungskooperationen darzustellen, neue gemeinsame Projekte zu identifizieren und das für Siemens relevante Forschungsprofil der TU zu präsentieren. Im Anschluss daran erfolgte die Koordination von konkreten TU-Initiativen für gemeinsame Forschungsprojekte und die Abstimmung von spezifischen Projektvorschlägen und -anträgen zwischen der Siemens AG und der TU Berlin. Im Februar 2000 wird eine Entscheidung darüber getroffen werden, in welcher Höhe die Siemens AG gemeinsame Forschungsprojekte im Ergebnis dieser Bemühungen finanzieren wird (beantragte Mittel: ca. 10 Mio. DM).

Eine neue Kooperation mit der Thyssen-Krupp AG ist in der Vorbereitungsphase, weitere Kooperationen mit Unternehmen sind geplant.

9. Übernahme der konzeptionellen Gründungs-Arbeiten der Gesamt-Berliner "Berlin Graduate Schools", speziell einer "Graduate School of Engineering and Advanced Technologies" an der TU Berlin

  • Abstimmungs-Gespräche mit den Leitungen der drei Berliner Universitäten und Entwurf einer Gesamtkonzeption für die 3 Berliner Universitäten;
  • Ziele der Graduate Schools sind:
    • Qualitätssteigerung in der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses
    • Förderung von Interdisziplinarität
    • Verbesserung der Qualifizierung von Führungskräften in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik
    • Stärkung der regionalen Forschungs- und Technologie-Schwerpunkte
    • Internationalisierung von Ausbildung und Forschung;
  • Konzeption der einzelnen TU-Schwerpunkt-Module "Mikrosystemtechnik", "Gewässerschutz", "Informations- und Kommunikationstechniken (IuK)", "Nanotechnologie", "Verkehrssystemtechnik" und "Biotechnologie"; bisher liegen konkrete 3-jährige Doktorandenprogramme für die Module "Mikrosystemtechnik", "Gewässerschutz" und "IuK" vor;
  • Vorbereitungsarbeiten zur organisatorischen, administrativen, kapazitären und finanztechischen Struktur der Graduate Schools;
  • Startphase zum WS 2000/01 geplant.

10. Kriterien zur Qualitätsbeurteilung in den Wissenschaften (Überprüfung und Modifikation der bisher verwendeten FNK-Leistungsindikatoren (1992) für die Forschung).

11. Leitung des Modellversuchs "Teilautonomer Dienstleistungsbereich" für WTB (Einführung der Kosten-Leistungs-Rechnung).

Zwischen Universitätsleitung und WTB wurde im November 1998 eine "Zielvereinbarung" abgeschlossen. Dieser Modellversuch befindet sich in der Erprobungs- und Aufbauphase. Ziel ist eine Verwaltungskultur, die stärker durch Verhandlungen zwischen Vertragspartnern als durch Anordnungen und Verfügungen gekennzeichnet ist. Im Horizont einer Kosten-Leistungs-Rechnung geht es um die Schaffung weitgehend selbstständig handelnder Leistung- und Verantwortungszentren, um die Straffung der Verwaltungsabläufe und um eine kundenorientierte Aufgabenwahrnehmung.

12. Leitung der Arbeitsgruppe "Verwertung von FuE-Ergebnissen bei Inanspruchnahme von Drittmitteln" (Konzept zum Patent- und Lizenzwesen, Anwendung und Verwertung von Schutzrechten).

Die geänderten Zuwendungsbestimmungen öffentlicher Mittelgeber ebenso wie das zunehmende Erfordernis, Patente und Lizenzen als wachsenden Ausweis der Leistungsfähigkeit von Universitäten anzuerkennen, macht die Sicherung der gesamten Verwertungskette von Forschungsergebnissen an der TU Berlin erforderlich. Dazu wurde unter der Leitung von VP 3 eine Arbeitsgruppe (PA, WTB, III C) eingerichtet, die sich mit den folgenden Fragen befasst:

Beratung und aktive Unterstützung der Mitglieder der TU Berlin bei Schutz und Verwertung von Arbeitsergebnissen der Hochschulforschung,

  • Inanspruchnahme und Verwertung von Diensterfindungen,
  • Verwertung von freien Erfindungen.
  • Ziel ist, die organisatorischen Umsetzungsmöglichkeiten, die Kooperation mit externen Partnern sowie die TU-interne Abwicklung zu strukturieren.

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