[TU BERLIN]


TU Berlin - Hochschulstrukturplan März 1998



         

1.7 Zur Ausstattung nach Lehrleistung

Für die Lehre werden derzeit quantitative und qualitative Kriterien zur Bewertung der Lehrleistung von der Technischen Universität Berlin entwickelt. Sie werden im Laufe dieses Jahres in der Universität diskutiert werden. Gegenwärtig können nur die quantitativen Aspekte der Lehre bewertet werden. Demzufolge wurden für diesen Ausstattungsvorschlag die aktuellen Jahrgangsstärken der Studierenden und die Anteile der Wissenschaftsbereiche an der für einen Studiengang zu erbringenden Lehrleistung - ausgedrückt durch Curricularnormwertanteile - der Berechung zugrunde gelegt. Die Jahrgangsstärke wurde hierfür getrennt nach Grund- und Hauptstudium ermittelt. Das zweite und dritte Fachsemester der Studierenden im Sommersemester 1997 ergeben die Jahrgangsstärke des Grundstudiums. Diejenige des Hauptstudiums ergibt sich aus der Zahl der Studierenden, die sich im Sommersemester 1997 im 5. bis 10. Fachsemester befanden. Die sich hieraus ergebende Studentenzahl wurde durch drei Jahre dividiert, um die Jahrgangsstärke zu berechnen. Das Produkt aus den jeweiligen Jahrgangsstärken und den Curricularnormwertanteilen entspricht der Lehrleistung eines Wissenschaftsbereichs für den jeweiligen Studiengang, ausgedrückt in Jahreswochenstunden. Die Summe über alle Studiengänge ergibt die Lehrbelastung einer Wissenschaftseinheit. Ihrem Anteil an der Gesamtbelastung der Universität entsprechend erhalten diese einen Bruchteil von ca. 250 Stellen für Akademische Mitarbeiter, die für die Honorierung der Lehrleistung vorgesehen wurden. Für die vom NC betroffenen Bereich wirkt die Komponente Lehre neutral, da sie sich an der Zahl der Studierenden orientiert und nach den der Kapazitätsberechnung zugrunde liegenden Curricularnormwerten angesetzt ist.

Die so berechnete Verteilung von insgesmt 50 % der zu verteilenden Stellen an die Wissenschaftsbereiche nach Qualitätskriterien stellt damit eine Startkonfiguration dar, die durch regelmäßige Erhebungen aktualisiert und dynamisiert werden soll. Vor dem Hintergrund dieser leistungsorientierten Komponenten der Verteilung von Stellen für Akademische Mitarbeiter ist es erforderlich, daß die Fakultäten künftig über ihre Leistungen Rechenschaft ablegen. Dabei ist allerdings zu beachten, daß der Aufwand für diese Erhebung und ihr Nutzen für die Anreizinstrumente im angemessenen Verhältnis bleiben.

Für die NC-betroffenen Bereiche ist allerdings im Hinblick auf die Interessen der Studienbewerber eine solche Dynamisierung nur für den Bereich der Forschung empfohlen. Hinsichtlich der Leistung in der Lehre erscheint es nicht vertretbar, die bereitzustellende Kapazität über Qualitätskriterien zu drosseln.




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