[TU BERLIN]


TU Berlin - Hochschulstrukturplan März 1998



         

1.9 Flexibilität des Ausstattungsplans

Der in Kapitel III vorgelegte Verteilungsplan setzt einen quantitativen Rahmen, der flexibel ist im Hinblick auf seine inhaltliche Ausfüllung wie gegenüber notwendig werdenden Modifikationen :

Die wissenschaftlichen Bereiche können innerhalb des ihnen mit diesem Plan gesetzten quantitativen Rahmens von bisherigen Fachgebietsausweisungen abweichen, soweit dies zur Anpassung ihrer planerischen Ziele erforderlich ist. Die Fakultäten können innerhalb ihres Stellenrahmens Verschiebungen zwischen ihren wissenschaftlichen Bereichen vornehmen. Die konkrete Benennung bestimmter Fachgebiete in diesem Strukturplan geschieht zur Begründung der Notwendigkeit dieses quantitativen Rahmens und zur allgemeinen Bestimmung seines Zweckes.

Auch diese Zweckbindung entzieht sich nicht der weiteren Überprüfung. Die Hochschullehrerstellen bedürfen im konkreten Einzelfall der Freigabe im Rahmen des gesetzlichen Zuweisungsverfahrens. In diesem wird die genaue Fachgebietsbestimmung festgelegt und die Stimmigkeit des entwicklungsplanerischen Konzepts - bezogen auf die konkrete Stelle und in Ansehung der gegenüber heute möglicherweise veränderten Situation - geprüft. In diesem Rahmen kann sich dann auch die Notwendigkeit ergeben, mit einem veränderten Konzept oder als Konsequenz einer veränderten Situation die quantitative Zuweisungsentscheidung dieses Strukturplanes für den betreffenden Bereich zu modifizieren.

Die Fakultäten haben im übrigen im Einzelfall die Möglichkeit, den ihnen zugewiesenen Stellenrahmen für Hochschullehrerstellen zu Lasten ihres Stellenrahmens für Akademische Mitarbeiter mit Zustimmung des Akademischen Senats auszuweiten. Bei denjenigen Fakultäten und wissenschaftlichen Bereichen, bei denen die Präsidialkommission eine solche Ausweitung schon jetzt als möglich ausdrücklich ins Auge gefaßt hat, wird dies im folgenden (s. Kapitel II) benannt.

Die Verteilung der Stellen für Akademische Mitarbeiter ist in einem grundsätzlicheren Sinne von vornherein auf Veränderung angelegt:

Die Ratio, nach der dieser konkrete Ausstattungsplan für das Jahr 2000 aufgestellt wurde, ergibt zugleich den Maßstab seiner Dynamisierung in den Folgejahren. Die Vorbereitung dieser Dynamisierung ist ein zentrales Moment dieses Strukturplans. Das Budget, das den Fakultäten zur Finanzierung ihrer Akademischen Mitarbeiter künftig zur Verfügung gestellt werden soll, wird sich auf der Basis einer für die Disziplinen unverzichtbaren Mindestausstattung, die die Konkurrenzfähigkeit im internationalen Maßstab sichert, und nach der Zahl der Stellen bemessen, die sie nach ihren Leistungen in Forschung und Lehre entsprechend den vorbenannten Ausstattungskomponenten und in Abwägung mit den Verpflichtungen der Universität im Hinblick auf die NC-Problematik beanspruchen können. Insoweit sind die verschiedenen Ausstattungskomponenten, nach denen hier die Verteilung der Stellen für Akademische Mitarbeiter errechnet wird, Elemente des angestrebten Systems einer dezentralen und leistungsorientierten Selbststeuerung der Universität.




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