[TU BERLIN]


TU Berlin - Hochschulstrukturplan März 1998



         

2.8 Fakultät VIII


Im Hochschulentwicklungsplan III war für die Bereiche der künftigen Fakultät VIII die folgende Ausstattung vorgesehen:

Wirtschaftswissenschaften:    26 Professuren
Rechtswissenschaften:4 Professuren
Public Health:4 Professuren

34 Professuren

Im Rahmen der Auflösung der Pauschalen Minderausgabe 1995 wurden diese Zahlen in den Wirtschaftswissenschaften auf 24 Professuren, den Rechtswissenschaften auf drei Professuren reduziert.

Der Vorschlag des Präsidenten zur Verteilung von 340 Hochschullehrerstellen 1996 sah vor:

Wirtschaftswissenschaften:    22 Professuren
Rechtswissenschaften:0 Professuren
Public Health:4 Professuren

26 Professuren

Der vom Akademischen Senat bestätigte Vorschlag des Präsidenten zur Verteilung von 309 Stellen sieht noch 20 Professuren für die Wirtschaftswissenschaften und vier für den Bereich Public Health vor.

Im Rahmen seiner Anhörung durch die Präsidialkommission hat der zuständige Fachbereich vorgetragen, daß er zwei Professuren für Rechtswissenschaft benötige. Auch nach Gesprächen mit der Freien Universität Berlin und der Humboldt-Universität Berlin erscheine es nicht möglich, den benötigten rechtswissenschaftlichen Service für die Wirtschaftswissenschaften von einer dieser Universitäten zu beziehen. Der Fachbereich hat sich dazu auch auf einen einstimmigen Fachbereichsbeschluß vom September 1997 berufen:

"Die juristische Ausbildung ist unabdingbarer Bestandteil der Lehre in den Studienfächern Volkswirtschaftslehre, Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftsingenieurwesen; sie ist unbedingt erforderlich, um eine mit dem Angebot anderer Universitäten vergleichbare Qualität der Ausbildung zu sichern. Diese Qualität läßt sich nicht durch den Kauf von Lehrdienstleistungen aus juristischen Fachbereichen anderer Universitäten sichern, sondern nur durch Professoren, die in wirtschaftswissenschaftlichen Instituten integriert sind. Es ist daher als unbedingt notwendig anzusehen, 22 wirtschaftswissenschaftliche und technologieorientierte Fachgebiete einschließlich zweier Fachgebiete Wirtschaftsrecht aufrechtzuerhalten."

Der Fachbereich hat die Aufgaben der beiden von ihm für notwendig gehaltenen rechtswissenschaftlichen Stellen beschrieben und ein Forschungskonzept umrissen.

Im übrigen hat sich der Fachbereich zur Begründung eines unabweisbaren Bedarfes von 20 Stellen für die Wirtschaftswissenschaften (ohne Rechtswissenschaft) auf seine Verpflichtungen in der Lehre für die Studiengänge "Betriebswirtschaftslehre", "Volkswirtschaftslehre", "Wirtschaftsingenieurwesen" und den Aufbaustudiengang "Gesundheitswissenschaften" berufen. Folgende neue Studienangebote seien in Vorbereitung: Einrichtung von drei weiteren Studienrichtungen im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen; Einführung internationaler Abschlüsse wie Bachelor oder Master; Einrichtung eines Studienganges "Gesundheitsökonomie" mit Lehrschwerpunkten aus Gesundheitswissenschaft, Volks- und Betriebswirtschaftslehre.

Die Präsidialkommission sah keine Möglichkeit für eine Empfehlung, den vom Präsidenten und Akademischen Senat vorgeschlagenen Rahmen von 20 Stellen für die Wirtschaftswissenschaften (inclusive Rechtswissenschaft) zu überschreiten. Sie hält diesen reduzierten Rahmen für gerechtfertigt, um den beiden wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen einen noch hinreichenden Rahmen für ihre disziplinäre Entfaltung zu geben. Das betrifft die Attraktivität im Hinblick auf Berufungen. Das betrifft aber auch ihre Attraktivität als Ausbildungsinstitution für Volks- und Betriebswirte.

Im Hinblick auf das notwendige besondere Profil der Wirtschaftswissenschaften an der Universität hält die Präsidialkommission für die Bereiche Technologie und Management 5, Volkswirtschaftslehre 6 und Betriebswirtschaftslehre 7 Professuren als Untergrenze einer adäquaten Ausstattung. Wie das notwendige Lehrangebot in Rechtswissenschaften realisiert werden kann, muß aus Sicht der Präsidialkommission der Fachbereich entscheiden.

Die Präsidialkommission hat empfohlen, der Fakultät VIII für den Bereich der Wirtschaftswissenschaften 20 Professuren zuzuweisen.

Der Fakultät VIII wird empfohlen, auf eine Vertiefung der Kooperationen mit den ingenieur- und planungswissenschaftlichen Disziplinen insbesondere in den Bereichen Produktionswissenschaften, Verkehr, Umwelt- und Gesundheitswissenschaften hinzuarbeiten.

Public Health

Die Ausstattung dieses Bereiches mit vier Professuren ist Grundlage des Konzeptes für den Aufbau dieses universitären Schwerpunktes. Diese Stellen können daher nicht in Frage gestellt werden, ohne den weiteren Aufbau des Zentrums zu gefährden.

Die Präsidialkommission empfiehlt daher, der Fakultät vier Hochschullehrerstellen für den Bereich Public Health zuzuteilen.

Insgesamt hat die Kommission damit empfohlen, die Fakultät wie folgt mit Hochschullehrerstellen auszustatten:

Wirtschaftswissenschaften:    20 Professuren
Public Health:4 Professuren

24 Professuren

Der Akademische Senat der Technischen Universität Berlin hat sich den Überlegungen der Präsidialkommission angeschlossen und ihren Vorschlag zur Ausstattung der Fakultät VIII mit 24 Professuren beschlossen.




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