[TU Berlin] Medieninformation Nr. 62 - 17. April 2003 - Bearbeiter/in: ehr
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"...und ihr Geist lebt trotzdem weiter“ - 
Widerstand im Zeichen der Weißen Rose

Einladung zu der Vortragsreihe "Lebenszeugnisse“

Ab April laden wir Sie wieder zu der bekannten Gesprächsreihe "Lebenszeugnisse" mit Zeitzeugen ein, die in der Regel jeweils am letzten Donnerstag im Monat stattfindet. Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung des Zentrums für Antisemitismusforschung und des Literaturforums im Brecht-Haus. Vorgestellt werden – durch Lesung, Gespräch und Diskussionen – Autorinnen und Autoren von Erinnerungen aus der jüdischen Lebenswelt. Die Themen reichen vom jüdischen Alltag und der Diskriminierung in der NS-Zeit über den Holocaust und das Exil bis hin zur Erfahrung des Überlebens und den Schwierigkeiten des Erinnerns. 

Am 24. April 2003 diskutiert Marie-Luise Schultze-Jahn mit Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin. Wir laden Sie herzlich zu dieser Veranstaltung ein und bitten Sie, in Ihrem Medium auf diese Lesung hinzuweisen. Bitte leiten Sie diese Information auch an Ihre Kultur-/Feuilletonredaktion weiter.

Zeit: am Donnerstag, dem 24. April 2003, um 20.00 Uhr
Ort: Literaturforum im Brecht-Haus, Chausseestraße 125, 10115 Berlin

Am 13. Oktober 1944 verurteilte der Volksgerichtshof den 23jährigen Studenten Hans Leipelt zum Tode und seine Freundin, Marie-Luise Jahn, zu zwölf Jahren Zuchthaus. Sie hatten ein Flugblatt der studentischen Widerstandsgruppe "Weiße Rose“ verbreitet, ausländische Rundfunksender gehört und galten als Hochverräter, schuldig unter anderem der "Wehrkraftzersetzung“ und der "Feindbegünstigung“. Hans Leipelt wurde hingerichtet, Marie-Luise Jahn studierte nach der Befreiung aus dem Zuchthaus Medizin und lebt heute bei München. Ihre Erinnerungen an den studentischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus sind im Metropol Verlag erschienen, im Gespräch mit Wolfgang Benz berichtet Marie-Luise Schultze-Jahn von ihren Erfahrungen im Nationalsozialismus.

Die nächste Veranstaltung in der Vortragsreihe findet am am 22. Mai 2003 statt.


Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Marion Neiss, Zentrum für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Tel.: 030/314-23904.