[TU Berlin] Medieninformation Nr. 171  vom 30. Juni 2006 - Bearbeiter/in: bk

   

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Datenabgleich leicht gemacht

Ausgründung aus der TU Berlin ist 1. Sieger beim Businessplan-Wettbewerb Berlin Brandenburg / TU Berlin erneut als Ideenschmiede ausgezeichnet

Eine Ausgründung der TU Berlin, die SYNCING.NET Technologies GmbH, wurde gestern Abend mit dem 1. Preis des Businessplan-Wettbewerbs (BPW) ausgezeichnet. Verbunden ist damit ein Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro. Auch die TU Berlin wurde mit einem Preis an diesem Abend geehrt. Zum dritten Mal bekam sie die Auszeichnung "Ideenschmiede Berlin" überreicht. 

Zum Sieger des Businessplan-Wettbewerbs
Es gibt Geschäftsideen, bei denen man sich fragt, warum sie nicht schon längst existieren. Zum Beispiel eine Software, die es ohne großen Aufwand ermöglicht, Büroanwendungen auf verschiedenen Computern zu synchronisieren. Matthias Kandeler, Wissenschaftlicher Mitarbeiter der TU Berlin, hat gemeinsam mit seinen Kollegen ein solches Programm entwickelt, das nun über eine eigens gegründete Firma auf den Markt gebracht werden soll. SYNCING.NET Technologies GmbH heißt das Unternehmen, das am heutigen Freitag, dem 30. Juni 2006, offiziell gegründet wird und das mit dem 1. Platz beim Businessplan-Wettbewerb geehrt wurde.

Sowohl für Unternehmen als auch für Privatanwender gewinnt Virtualität und Vernetzung von Computern zunehmend an Bedeutung: Sie sind bei ihrer Arbeit darauf angewiesen, die Daten auf ihren Rechnern (Zentrale, Home Office, Notebook etc.) über Unternehmens- und Ländergrenzen hinweg auf einfache Weise identisch zu halten. SYNCING.NET ist eine Synchronisationstechnologie, die kostengünstig, flexibel, sicher, transparent und universell einsetzbar ist, Datenbank-basierte Anwendungen zwischen mehreren Rechnern kontinuierlich abgleicht und eine Reihe von Leistungsvorteilen gegenüber allen bekannten Lösungsansätzen bietet. Die Synchronisation erfolgt vollautomatisch im Hintergrund und es fallen keine Kosten und Zeitaufwand für die Einrichtung eines Servers an. 

SYNCING.NET ist ein durch das EXIST-SEED-Programm*) gefördertes Spin-off der Technischen Universität Berlin. Für die Geschäftsführung, den Vertrieb und alle kaufmännischen Tätigkeiten ist Matthias Kandeler verantwortlich. Er ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachgebiet Kommunikations- und Betriebssysteme bei Prof. Dr. Hans-Ulrich Heiß der TU Berlin, der gleichzeitig der wissenschaftliche Mentor des SYNCING.NET-Teams ist. Zum Gründerteam gehören André Hacker und Armin Germer (beide nicht TU Berlin), die für Produkt-Weiterentwicklung bzw. Innovationsmanagement und Internationalisierung verantwortlich sind. 

Der Businessplan-Wettbewerb wird organisiert durch die Investitionsbank Berlin (IBB), die InvestitionsBank des Landes Brandenburg, (ILB) sowie durch die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB). Der Senator für Wirtschaft, Arbeit und Frauen des Landes Berlin und der Minister für Wirtschaft des Landes Brandenburg sind die Schirmherren des mit insgesamt 55.000 Euro dotierten Wettbewerbs. 1.109 Teilnehmer entwickelten in den drei Wettbewerbsstufen insgesamt 575 Businesspläne. Mehr als die Hälfte der Teilnehmer entstammen dem Hochschulumfeld.

*) Durch das EXIST-SEED-Programm vom Bundesministerium für Bildung und Forschung werden innovative und technologieorientierte Gründungsvorhaben aus Hochschulen bei der Ausarbeitung des Businessplanes und der konkreten Gründungsvorbereitung mit bis zu 30.000 Euro über 12 Monate gefördert. Umfangreiche Beratung und Unterstützung bei der Antragsstellung erhalten die potenziellen Gründerinnen und Gründer dabei vom Servicebereich Kooperationen Patente Lizenzen der TU Berlin. Aus der TU Berlin werden zurzeit vier Unternehmensgründungen über das EXIST-SEED-Programm gefördert. Damit hat die TU Berlin die höchste Anzahl der Förderungen im Vergleich zu den anderen Hochschulen in Berlin.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Matthias Kandeler, Institut für Telekommunikationssysteme der TU Berlin, Tel. 030/314-24567 oder 0163/6354416, E-Mail: kandeler@syncing.detwww.syncing.net

TU Berlin ist "Ideenschmiede" 
Im Hochschulwettbewerb gewann für das Land Berlin zum dritten Mal die Technische Universität Berlin den Titel "Ideenschmiede" vor der Humboldt-Universität und der Freien Universität. An der dritten Stufe des BPW hatten sich 16 Teams von der TU Berlin beteiligt, 12 Teams von der HU Berlin und 11 Teams von der FU Berlin. Unter den Top-50-Platzierungen kommen weitere acht Teams von der TU Berlin (HU Berlin fünf Teams, FU Berlin drei Teams). Der Preis ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Universität soll mit dieser Auszeichnung für die Unterstützung, die sie in diesem Zusammenhang leistet, gewürdigt werden. Das Preisgeld stellt für Berlin die Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V. (UVB) zur Verfügung. 

Mit zahlreichen Maßnahmen unterstützt die TU Berlin Existenzgründungen aus ihren Reihen. Im Jahr 2004 startete eine neue Existenzgründerinitiative, durch die Studierende und Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frühzeitig auf eine mögliche Existenzgründung vorbereitet werden sollen. Die Gründerinitiative wird finanziert aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und besteht aus drei aufeinander abgestimmten Projekten (Human Venture, Venture Campus und Entrepreneurial Research Teams). Im Projekt Human Venture können die Teilnehmer Schlüsselkompetenzen wie Präsentations- und Kommunikationsfähigkeiten oder Akquisetechniken erwerben. Im Projekt Venture Campus geht es um betriebswirtschaftliche Kompetenzen und um Unterstützung bei der Erstellung eines Business-Plans. Bei dem Programm Entrepreneurial Research Teams geht es um die Förderung von Ausgründungen interdisziplinärer Forschungsteams. 

Die Projektteile Human Venture und Venture Campus wurden als Best-Practice Projekt der Förderperiode 2000-2006 beim Europäischen Sozialfonds (ESF) ausgezeichnet.

In den letzten eineinhalb Jahren gab es rund 140 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in dem Projekt Human Venture und 170 Teilnehmer und Teilnehmerinnen im Projekt Venture Campus. Viele der am Businessplan-Wettbewerb 2006 teilnehmenden Teams haben die Angebote der Gründerinitiative genutzt und sich u. a. Unterstützung bei der Erstellung des Businessplans geholt. In Zusammenarbeit mit dem nationalen Alumni-Programm der TU Berlin werden auch Absolventinnen und Absolventen der TU Berlin in die Gründerinitiative einbezogen. Sie werden als Referenten in die TU Berlin eingeladen, um Einblick in äihreď Gründungsgeschichte zu geben. 


Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Bettina Klotz, Presse- und Informationsreferat der TU Berlin, Tel.: 030/314-22919/-27650, pressestelle@tu-berlin.de
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