[TU Berlin] Medieninformation Nr. 275 vom 17. November 2006 - Bearbeiter/in: bk

 

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Den Gründergeist wecken

TU Berlin wirbt 2,25 Millionen Euro Drittmittel für neue Projekte zur Gründungsförderung ein

Um das hohe technologische Potenzial der Universität wirtschaftlich optimal zu nutzen, ist die Förderung von Unternehmensgründungen der TU Berlin ein wichtiges Anliegen. Bereits in den letzten Jahren hat sie erfolgreich Projekte aufgelegt, um das Gründungsklima in der Universität zu stärken. Neben den im Jahr 2004 gestarteten Projekten im Rahmen der TU-Gründungsinitiative, deren Förderung für weitere zwei Jahre durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) gesichert ist, kommen nun weitere wichtige Projekte zur Gründungsförderung hinzu, für die die TU Berlin sehr erfolgreich Drittmittel einwerben konnte.

Power für Gründerinnen

Unter dem Motto "Power für Gründerinnen – Erfolgreich ist weiblich" startet die TU Berlin ein Projekt, mit dem Frauen ermutigt werden sollen, eine eigene Gründung in ihrer Berufs- und Karriereplanung zu erwägen. Mittel- bis langfristig soll der Frauenanteil bei den Unternehmensgründungen erhöht werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt in den kommenden drei Jahren mit insgesamt 840.000 Euro. Verantwortlich für die Durchführung des Projekts ist der Career Service der TU Berlin. Projektpartner sind die Universität Stuttgart, der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH sowie die Europäische Akademie für Frauen e. V.

Zum einen soll an der TU Berlin und an der Universität Stuttgart ein Gründungsumfeld etabliert werden, das durch die Einbeziehung von erfolgreichen Unternehmerinnen und Gründungsscouts an den Fakultäten Vorbilder und positive Identifikationsangebote für potenzielle Gründerinnen schafft. Zusätzlich soll für das Thema ein stärkeres Bewusstsein in der Öffentlichkeit geschaffen werden. Neben Präsentationen von erfolgreichen Gründerinnen mit Hilfe von Plakaten, Anzeigen und Ausstellungen und der Auswahl einer prominenten Schirmherrin für das Projekt werden Podiumsdiskussionen mit Unternehmerinnen stattfinden. Gründungsinteressierte Studentinnen sollen Praktika in von Frauen geführten Unternehmen vermittelt bekommen. 

Darüber hinaus wird ein umfangreiches Online-Angebot aufgebaut, um Frauen für das Thema "Unternehmensgründung" zu interessieren. Potenzielle Gründerinnen erhalten nicht nur die Möglichkeit eines Coachings zur Gründungsvorbereitung. Ihnen wird auch ein Informations-, Beratungs- und Arbeitsraum zur Verfügung gestellt. Nicht zuletzt werden sich die gründungsinteressierten Frauen frühzeitig im Rahmen eines Gründerinnennetzwerkes austauschen können. Das Projekt wird wissenschaftlich und evaluatorisch begleitet. Von Beginn an kooperiert die TU Berlin mit der Universität Stuttgart, einer Universität des TU9 Konsortiums. Während der Projektlaufzeit sollen drei weitere Technische Universitäten als Partner gewonnen und eingebunden werden.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Agnes von Matuschka und Uta Kirchner, Career Service der TU Berlin, Tel.: 030/314-21456, E-Mail: agnes.matuschka@tu-berlin.de  
 

Exist III – TU-Gründergeist

Vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) wird das Projekt "Gründergeist" an der TU Berlin mit 850.000 Euro gefördert. Insgesamt stellt das BMWi im Rahmen des neu ausgerichteten Förderwettbewerbs "Existenzgründungen aus der Wissenschaft (Exist)" rund 35 Mio. Euro für anspruchsvolle Projekte zur unternehmerischen Selbstständigkeit an Hochschulen und Forschungseinrichtungen bereit. Diese sollen den Hochschulen ermöglichen, Studierende und Wissenschaftler/innen für die Selbstständigkeit zu motivieren und zu qualifizieren, Ideen mit Gründungspotenzial aufzuspüren und Gründungsvorhaben aktiv zu begleiten. Von bundesweit 79 eingereichten Anträgen wurden 17 zur Förderung ausgewählt. 

Folgende Punkte bilden die Grundlage des Projekts "TU-Gründergeist", das ebenfalls durch den Career Service der TU Berlin koordiniert und von einem Professorenteam der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik begleitet wird: Zum einen sollen Gründerinnen und Gründer in die Lehre eingebunden werden, in jeder Fakultät sollen Gründungslotsen als Multiplikatoren der Gründungsangebote identifiziert und durch Weiterbildung in diesem Bereich gefördert werden. Dies soll dazu führen, die Gründungsangebote der TU Berlin stärker in den Fakultäten zu verankern. Darüber hinaus ist geplant, dass Professoren oder Studierende, die ein eigenes Unternehmen gegründet haben, über eine zentrale Homepage "Gründergeist" ihr Unternehmen vorstellen und somit die Zielgruppe motivieren, eine Unternehmensgründung als möglichen Berufsweg in die Lebensplanung einzubeziehen. Nicht zuletzt werden gründungserfahrene TU-Alumni als sogenannte Alumni-Angel potenziellen Gründern als Ratgeber zur Seite gestellt. 

Auch im wortwörtlichen Sinne wird dem Thema Unternehmensgründung an der TU Berlin zukünftig mehr Platz eingeräumt. Zum einen sollen sog. Gründerinseln geschaffen, d. h. an vier gut wahrnehmbaren Standorten auf dem TU-Campus Räume verfügbar gemacht werden, die von Gründern in enger fachlicher und räumlicher Anbindung an die Fakultäten genutzt werden können. Ein zusätzlich einzurichtender "Gründungs-InkubaTUr" fungiert als zentrale Anlaufstelle für Gründer und Gründerinnen und alle an Gründungsunterstützung beteiligten oder interessierten internen und externen Partner. Dazu werden an einem zentralen Standort auf dem Hauptcampus der TU Berlin ein Informations- und Beratungsraum, ein Raum für Schulungen und Meetings sowie acht Räume für Gründerinnen und Gründer eingerichtet. 

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Agnes von Matuschka und Uta Kirchner, Career Service der TU Berlin, Tel.: 030/314-21456, E-Mail: agnes.matuschka@tu-berlin.de  
 

TU-Gründungsinitiative – ein erfolgreiches Modell wird fortgeführt

In drei sich ergänzenden Projekten können sich Studierende und Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seit 2004 umfassend auf eine Firmengründung vorbereiten und dabei auf ein breites Angebot zurückgreifen. 

Das Projekt VENTURE CAMPUS ist ein praxisnahes Ausbildungsprojekt, das an der Fakultät VIII Wirtschaft und Management der TU Berlin angesiedelt ist. Es handelt sich um eine Kooperation der Lehrstühle für Innovations- und Technologiemanagement, Marketing sowie Finanzierung und Investition. Neben betriebswirtschaftlichem Know-how werden unter Einbeziehung von Praxisvertretern und erfolgreichen Unternehmern technologieorientierte Geschäftskonzepte bis zur Marktreife entwickelt. In einem Semester erstellen die Teilnehmer/innen Businesspläne, die das Potenzial besitzen, am Businessplanwettbewerb Berlin Brandenburg einen der vorderen Plätze zu gewinnen. Rund 180 Teilnehmer nutzten in den vergangenen zwei Jahren dieses Angebot.

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Franka Birke, Lehrstuhl für Innovations- und Technologiemanagement der TU Berlin, Tel.: 314-26088, E-Mail: franka.birke@tim.tu-berlin.de 

Im Projekt HUMAN VENTURE, das vom TU-Career Service angeboten wird, werden die Teilnehmer/innen in den sog. Schlüsselkompetenzen in kleinen interaktiven Trainings geschult und individuell zu ihrem Gründungsvorhaben beraten. Zusätzlich erhalten sie Informationen zu Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten und professionelle Unterstützung bei den ersten Schritten in die berufliche Selbstständigkeit. In Kooperation mit dem nationalen Alumni-Programm der TU Berlin werden zudem ehemalige Studierende der TU Berlin, die bereits erfolgreich eine Firma gegründet haben, als Referenten an die Universität zurückgeholt. Seit 2004 haben rund 160 Studierende, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und TU-Aboslventen die Angebote des Projekts Human Venture genutzt.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Agnes von Matuschka und Uta Kirchner, Career Service der TU Berlin, Tel.: 030/314-21456, E-Mail: agnes.matuschka@tu-berlin.de und Dr. Kristina Zerges, Bettina Klotz, Presse- und Informationsreferat der TU Berlin, Nationales Alumni-Pogramm, Tel.: 030/314-22919, alumni@tu-berlin.de 

Zielgruppe des Projekts ERFOLGREICH GRÜNDEN AUS DER WISSENSCHAFT sind Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Berlin, die auf ihrem Weg in die Selbstständigkeit bzw. im direkten Anschluss an eine Gründung, passgenau unterstützt werden. Über einen längeren Zeitraum werden in Teamcoachings "hard and softskills" vermittelt, die die Wissenschaftlichen Mitarbeiter befähigen, ihre Gründungsideen in interdisziplinären Teams umzusetzen. Zur Zeit werden zehn Teams über das Projekt betreut, das im Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) der TU Berlin angesiedelt ist.

Interessierte Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der TU Berlin (aber auch anderer wissenschaftlicher Einrichtungen) können Kontakt aufnehmen unter: gordon@ztg.tu-berlin.de, Tel.: 030/314-23508 /-29213, www.ert.tu-berlin.de 

Alle drei Projekte im Rahmen der Gründerinitiative werden durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert und sind kürzlich für weitere zwei Jahre bewilligt worden. Die Projekte HUMAN VENTURE und VENTURE CAMPUS wurden bereits als Best-Practice Projekte der Förderperiode 2000-2006 beim Europäischen Sozialfonds (ESF) ausgezeichnet.

Informationen zur TU-Gründerinitiative finden Sie im Internet unter http://www.career.tu-berlin.de/career/gruendungsangebote.htm 


Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Kristina R. Zerges, Presse- und Informationsreferat der TU Berlin, Tel.: 030/314-22919, pressestelle@tu-berlin.de
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