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Nr. 2-3, Februar/März 2004
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Grundbedarf oder Luxus?

Gehört Studieren jetzt zu den Annehmlichkeiten des Lebens oder zu den Notwendigkeiten? Wenn das Studium eine Ware ist, gehört es also quasi zu den Luxusgütern oder zu den Grundbedürfnissen des Menschen? Ist Deutschland eigentlich arm oder reich? Die Fragen stellen sich automatisch, wenn der Verteilungskampf um die knappen Mittel härter wird, und sie sind wichtig. Denn davon hängt es ab, welcher Anteil unseres Steueraufkommens für Studium und Wissenschaft ausgegeben wird. Dankenswerterweise sind endlich australische Wissenschaftler aus dem Bundesland Queensland der Frage nachgegangen, wie viel Geld der Mensch für Luxus und Grundbedarf ausgibt. Sie kamen zu dem spektakulären Ergebnis, dass reiche Länder - Deutschland zählen sie dazu - mehr Geld für die Annehmlichkeiten des Lebens ausgeben und sich ärmere Menschen stärker auf alltägliche Bedürfnisse konzentrieren. Dieses Verhaltensmuster scheint - auch das eine phänomenale, nie da gewesene und völlig unerwartete Erkenntnis - global nachweisbar zu sein. Nachdem wir das jetzt wissen, brauchen wir uns im Grunde nicht mehr zu sorgen. Denn täglich melden die Medien, unsere Regierenden hätten erkannt, dass ein höherer Akademikeranteil zu den fundamentalen Bedürfnissen eines Industrielandes gehört - und unserer ist zu niedrig.

Für diesen Grundbedarf, das haben wir jetzt gelernt, gibt der Reiche ein Viertel seines Einkommens aus, der Arme sogar ein Drittel. Ob wir nun arm sind oder reich, das ist vielleicht sogar zweitrangig, denn ob ein Viertel oder ein Drittel, es ist jedenfalls ganz schön viel Geld, was wir demnach in Kürze für die Ausstattung der Universitäten und der Studierenden erwarten dürfen. Unser dankbarer Gruß geht nach "Down Under", dem Land der Weitblickenden, verbunden mit der Bitte, unserer Regierung eine Kopie der Forschungsergebnisse zukommen zu lassen ... nur zur Information.

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