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Nr. 1, Januar 2004
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Mit Pflanzen sprechen und Elite-Uni werden?

Heureka! Beim Sichten der Leserbriefe stoße ich auf eine tolle Idee, ideal für Journalisten und Forschende, wenn die Muse nicht küsst: Da schreibt ein Leser, er könne mit Pflanzen sprechen und auch mit Insekten und Fledermäusen. Durch tiefe Meditation trete er in Kontakt mit ihnen, und sie übertrügen bei bestimmten Qigong-Körperbewegungen kodifizierte Signale auf ihn. Die Idee ist eigentlich nicht neu. Schon Dr. Doolittle war da recht erfolgreich, wenn er auch kein glückliches Händchen hatte. Und die englischen Royals entblöden sich ebenfalls nicht, solches zu behaupten. Hatte nicht der sensible Kronprinz Charles, neuerdings von seiner eigenen Boulevardpresse des Mordes verdächtigt, auch schon behauptet, mit Pflanzen sprechen zu können? Das muss ich gleich versuchen und tausche meinen Computer mit dem guten alten Bleistift. Immerhin ist er aus Holz und somit ein Pflanzenprodukt. Ich versenke mich in meine Gedanken, kaue auf dem Stift herum und warte auf die Schmerzensschreie des hölzernen Schreibutensils. Vielleicht kann ich damit ein paar Spitzen-Formulierungen von ihm erpressen. Oder fällt das schon unter Folter? Muss ich jetzt Amnesty International fürchten? Falls mein Bleistift antwortet, sollten wir den Qigong-Meister und Pflanzenflüsterer auf jeden Fall zu uns in die Uni einladen, damit wir beim Wettbewerb der Elite-Universitäten mitmischen können. "Nein!", schreit eine andere Leserin, "Elite-Universität, dieser Name gehört nicht nach Berlin! Das hat keine der beiden anderen Unis verdient!" Na ja, vielleicht hat sie Recht. Spitzenforschung können wir auch ohne Hexenkünste. Mein Bleistift hat sowieso nicht geantwortet. Ich schalte den Computer wieder an.

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