11/05
November 2005
TU intern
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Künstliche Knorpel

Finden Wissenschaftler die Lösung für ein Problem, die einen bedeutenden Abstand zum Stand der Technik hat und auch noch gewerblich anwendbar ist, dann hat man es mit einer Erfindung zu tun. Seit 2001 betreibt der Servicebereich Kooperation Patente Lizenzen (KPL) der TU Berlin mit der ipal GmbH eine aktive Patentierungs- und Verwertungspolitik. TU intern stellt in loser Reihenfolge einige Erfindungen, Patente und Verwertungserfolge der TU Berlin vor.

Das gewebeähnliche Kompositmaterial
Foto: privat

Die Medizin sucht zunehmend synthetische Gewebeträger als Ersatz für Organe und Gewebe. Vor allem die interessanten Gewebeträger, die mit nativen Organen oder Geweben biologisch, biochemisch, biomechanisch und strukturell weitgehend übereinstimmen, gibt es derzeit noch nicht in zufrieden stellender Qualität.

Prof. Dr. Helmut Schubert und Dipl.-Ing. Rolf Zehbe vom TU-Institut für Werkstoffwissenschaften und -technologien entwickelten ein neuartiges Verfahren für die Herstellung von orientierten Hydrogel-Kompositmaterialien. Das Ergebnis weist eine naturnahe Gewebemorphologie sowie gut übereinstimmende biomechanische und biochemische Eigenschaften auf. Zurzeit laufen klinische Versuche, um die Wirksamkeit der mit Zellen besiedelten Matrix, des künstlichen Knorpels, zu zeigen. Das künstliche Material soll sich in das gesunde Gewebe einfügen, schrittweise abgebaut und von neu produziertem Kollagen ersetzt werden. Eine deutsche und internationale Patentanmeldung ist eingereicht, die ipal GmbH sucht potenzielle Lizenznehmer.

tui

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