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Juni 2006
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Wer Befürchtungen wegen des mentalen Zustands unserer WM-Elf hat, steht nicht alleine da. Auch Franz Beckenbauer ist pessimistisch: "Sokrates, Aristoteles, Platon und diese Leute haben sich vor zweitausend Jahren Gedanken gemacht, da sind wir noch auf den Bäumen gesessen und haben uns vor den Wildschweinen gefürchtet. Seither haben sich nur ganz wenige weiterentwickelt."

Fußballer allerdings sind ganz besondere Menschen, wie schon Gerd Rubenbauer wusste: "Zidane lebt nicht nur von seiner Technik, sondern auch von seiner Physis."

Und - stellt Stefan Kuntz fest - sie können sehr humorlos sein: "Ich habe den Schiedsrichter angefeuert, aber er hat das nicht verstanden."

Für den Spielauftakt hat Sepp Maier jedenfalls erkannt: "Wer gewinnen will, darf erst mal nicht verlieren." Zum Glück beherrschen die Trainer wie Christoph Daum die undurchsichtigen Regeln: "Ich werde immer nur elf Spieler aufstellen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern." Nun muss man hoffen, dass das Gesetz der Serie, das Jens Jeremies heraufbeschwört, bei dieser WM nicht greift: "Ich weiß auch nicht, woran es liegt, dass wir immer, wenn wir führen oder zurückliegen, doch noch verlieren." Denn sonst wird Gerd Niebaum wieder sagen können: "Hier herrscht eine Stimmung wie auf dem Hauptfriedhof von Chicago." Oder Günther Netzer: "Ich weiß nicht, was Stelea fängt. Bälle jedenfalls nicht." Doch ob "wir" Weltmeister werden oder nicht - Jens Jeremies ist unbekümmert: "Das ist Schnee von morgen." Zum Schluss ist sowieso immer der Trainer schuld. Stefan Effenberg schaut da gern voraus: "Heynckes wäre als neuer Bundestrainer nicht schlecht. Er spricht unsere Sprache."

 

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Zitate aus: Vom Feeling her ein gutes Gefühl, Rhetorische Spitzenleistungen in der Welt des Fußballs, Verlag Klaus Bittermann, Berlin 1999, ISBN 3-89320-022-3

 

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