"Formaldehyd-Nachweis" /tui/ Der Nachweis geringer Mengen von Formaldehyd in der Luft ist das Ziel eines Projekts von Prof. Dieter Zimmermann am Institut für Strahlungs- und Kernphysik, für das die Deutsche Forschungsgemeinschaft jetzt eine Doktorandenstelle für zwei Jahre und Sachmittel in Höhe von 60000 DM bewilligt hat. Der Nachweis von Formaldehyd soll dabei anhand der Absorption im nahen Ultraviolett erfolgen. Das erforderliche monochromatische UV-Licht wird durch Frequenzverdopplung der infraroten Strahlung einer Halbleiter-Laserdiode in einem geeigneten Kristall erzeugt. Besonderer Wert wird bei der Realisierung des Projekts auf einen einfachen, kompakten, preiswerten Aufbau gelegt, der auch Messungen der Formaldehyd-Konzentration außerhalb des Labors, z. B. in Wohnräumen, gestattet. Daneben sollen in dem Vorhaben spektroskopische Untersuchungen durchgeführt werden, die zu einem besseren Verständnis des Aufbaus und der Eigenschaften dieses Moleküls beitragen.

CHEMIE-KOOPERATION MIT RUSSLAND /tui/ Bei Prof. Dr. Herbert Schumann vom Institut für Anorganische und Analytische Chemie angesiedelt ist ein Kooperationsprojekt mit Prof. Dr. Mikhail Bochkarev von der Russischen Akademie der Wissenschaften in Nizhny Novgorod. Die Volkswagen-Stiftung fördert es im Rahmen ihres Schwerpunktes "Zusammenarbeit mit Natur- und Ingenieurwissenschaften in Mittel- und Osteuropa" mit 57 500 DM Sach- und Reisemitteln. Unter dem Titel "Neue Komplexe von Organolanthanoiden: Synthese, Struktur und Eigenschaften" werden neue organometallische Komplexe der als "Lanthanoide" oder "Seltene Erden" bezeichneten Elementgruppe vom russischen Projektpartner synthetisiert und auf ihre chemischen und magnetischen Eigenschaften hin untersucht werden. Die Aufklärung der genauen Struktur der Verbindungen mittels Kernresonanzspektroskopie und Röntgenstrukturanalyse wird von der Arbeitsgruppe von Professor Schumann durchgeführt werden. Gemeinsam erhofft man sich, unter Verwendung besonders kohlenstoffreicher Liganden neue Verbindungen mit neuartigen - insbesondere elektronischen - Eigenschaften zu gewinnen.


6/'96 TU-Pressestelle