Schnellebiges Sparen?

Wie schnellebig unsere Zeit offenbar ist, sehen wir an einer Pressemitteilung der CDU, die nach einem Beratungsgespräch zwischen Wissenschafts- und Haushaltspolitikern der CDU-Fraktion und den Präsidenten der FU, HU, TU und der HdK herausgegeben wurde. Danach sieht es so aus, als wollten die Präsidenten eine weitere Sparauflage für die Universitäten von 50 Mio. DM über fünf Jahre schlucken, um zu verhindern, daß der Abschluß eines Vertrages zwischen dem Land Berlin und den Universitäten scheitert. Im Originaltext heißt es: "In dem heutigen Gespräch ging es vornehmlich um die finanzielle Situation. Der Vorsitzende der Landeshochschulrektorenkonferenz [= Prof. Dr. Dieter Schumann, Präsident der TU Berlin, Anm. der Redaktion] wird eine Abstimmung mit den übrigen Hochschulen vornehmen und ihnen empfehlen, einen Vertragsabschluß nicht an der von der CDU vorgeschlagenen Sparrate in Höhe von 50 Mio. DM in fünf Jahren scheitern zu lassen. Diese Sparrate gilt unter Ausschluß weiterer Sparvorgaben und unter den im Vertrag abgesprochenen Rahmenbedingungen."

Bezogen auf die Studienreform erzielten die Vertreter der CDU-Fraktion und die Präsidenten Einigkeit darüber, daß Reformen notwendig sind und auch die Bereitschaft dazu da ist. Die CDU hält an ihrer Auffassung zur Einführung von Studiengebühren fest, nach der die Hochschulen ermächtigt werden sollen, Studienbeiträge zu erheben. Die Hochschulen "haben dies zur Kenntnis genommen", heißt es in der Pressemitteilung. Weitere Gesprächsrunden wird es zum Bereich der Studienreform geben.
Die CDU erwartet auch, daß der Koalitionspartner SPD das von der CDU vorgeschlagene Zukunftsbündnis zwischen Hochschulen und Politik mittragen wird.

tz


7/'96 TU-Pressestelle