TU intern - April 1998 - Menschen

Berliner Frauen-Preis 1998

Zum Geburtstag einen Preis - Karin Hausen (r.) nimmt ihn von Christine Bergmann entgegen

Anläßlich des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Karin Hausen fand am 20. März 1998 ein Kolloquium zum Thema “Zum wissenschaftlichen Ort der Frauen- und Geschlechterforschung“ statt. Frau Hausen ist Leiterin des im April 1995 gegründeten Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung am Fachbereich 1 der TU Berlin, sie gehört zu den international anerkannten Begründerinnen der historischen Frauen- und Geschlechterforschung. Seit den siebziger Jahren setzt sie sich intensiv für die Frauenförderung in Forschung und Wissenschaft der Bundesrepublik ein.

Mit dem Kolloquium wurden die fachlichen und wissenschaftlichen Leistungen von Karin Hausen gewürdigt. Weiterhin wurde in dem Kolloquium eine kritische Bestandsaufnahme zum Stand der Frauen- und Geschlechterforschung sowie zum Stand der Frauenförderung in Forschung und Lehre vorgenommen.

Für ihr erfolgreiches Engagement in der Frauenforschung erhielt Karin Hausen im Rahmen dieser Feierstunde den “Berliner Frauen-Preis 1998“, der ihr von Dr. Christine Bergmann, Senatorin für Arbeit, Berufliche Bildung und Frauen, überreicht wurde.

Karin Hausen wurde am 18. 3. 1938 in Hamburg geboren. Sie studierte Geschichte, Germanistik und Soziologie, absolvierte 1964 das Staatsexamen an der Freien Universität Berlin, wo sie 1969 bei Prof. Dr. Gerhard Albert Ritter promovierte. Ab Oktober arbeitete sie als wissenschaftliche Assistentin am Friedrich-Meinecke-Institut der FU Berlin und wurde dort drei Jahre später Assistenzprofessorin. Seit März 1978 ist sie Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte am Institut für Geschichtswissenschaft der TU Berlin. Seit April 1995 ist sie auch Professorin für Interdisziplinäre Frauenforschung und Leiterin des Zentrums für Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung. Karin Hausen ist Autorin mehrerer wissenschaftlicher Bücher und verfaßte zahlreiche Aufsätze in Fachzeitschriften und Büchern.

Der Berliner Frauenpreis wird seit 1988 jährlich vergeben und ist mit 5000 DM dotiert. Den Preis erhalten Persönlichkeiten der Stadt Berlin, die auf besondere Weise für die Emanzipation der Geschlechter gewirkt haben. Besondere Berücksichtigung finden dabei zukunftsweisende und innovative Beiträge.

Gian Hessami


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