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Weniger Studienanfänger

Aber: Immer noch größte deutsche TU
Seit Anfang der 90er Jahre verzeichnen alle deutschen Universitäten und Hochschulen in den Altbundesländern einen deutlichen Rückgang der Studierendenzahlen und der Studiennachfrage. Die Gründe für die sinkende Studierneigung sind vielfältig und haben nicht zuletzt mit den verschlechterten Berufsaussichten für Hochschulabsolventen zu tun. Die TU Berlin konnte sich diesem Trend nicht entziehen und war besonders von den abnehmenden Studienanfängerzahlen in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen betroffen. Die Immatrikulationsstatistik seit dem Wintersemester 1994/95 zeigt aber, daß die Studienanfängerzahlen inzwischen konstant bleiben. So haben sich vor zwei Jahren 4175, im vorigen Wintersemester 4120 und nun 4100 Studierende neu an der TU Berlin immatrikuliert.

Die Gesamtzahl der Studierenden an der TU Berlin geht jedoch weiter zurück. In den etwa 50 Studiengängen sind in diesem Semester insgesamt 32243 Studierende immatrikuliert. Im Wintersemester 1993/94 hatte die TU Berlin noch mehr als 38000 Studierende.

Mit der Gesamtzahl von 32243 Studierenden ist die TU Berlin weiterhin die größte Technische Universität in Deutschland. Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen ist mit ihren 31094 Studierenden und 3630 Studienanfängern die zweitgrößte TH. Die drittgrößte Technische Universität ist inzwischen die TU Dresden mit 21908 Studierenden. Mit genau 4302 Studienanfängern konnte sie sogar die meisten Neuimmatrikulationen einer TU/TH vermelden.

Mit 5873 ausländischen Studierenden aus mehr als 130 Ländern der Welt hat die TU Berlin nach wie vor den höchsten Ausländeranteil bundesdeutscher Hochschulen. Er liegt damit bei 18,2 Prozent (der Bundesdurchschnitt beträgt 7,9 Prozent). Bei den 768 neuimmatrikulierten ausländischen Studierenden dieses Wintersemesters liegt der Anteil bei 18,7 Prozent.

Zum 30. September 1997 wurden an der TU Berlin 971 Studierende wegen fehlender Rückmeldungen exmatrikuliert (Im vergangenen Wintersemester waren es 961 Studierende.) Die Gründe für die Nichtrückmeldung liegen nach Einschätzung des Referates für Studienangelegenheiten in der nach dem Berliner Hochschulgesetz vorgeschriebenen besonderen Prüfungsberatung. Ein weiterer Grund dürfte die bei der Immatrikulation oder Rückmeldung zu zahlende Gebühr in Höhe von 100 DM gemäß § 2 Abs. 8 BerlHG sein.

gl


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