Forschung Aktuell
 Wissenschaftsdienst

TU Berlin Wissenschaftsdienst der TU Berlin

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe Jg. 1 / Nr. 2 / September 2000

(Alle Artikel stehen auch als .rtf-Dateien zum download bereit. Den entsprechenden Link finden Sie jeweils am Ende des Artikels. Fotos können durch Anklicken des jeweiligen Bildes auch vergrößert dargestellt und abgespeichert werden.)

Raumlufttechnik
Gegen den Mief in den Büros

Essiggeruch, Maiglöckchenduft oder Zigarettenqualm - der Mensch ist in der Lage, mit einem gesunden Geruchssinn rund 10.000 Gerüche zu unterscheiden. Jeder besteht wiederum aus bis zu 1000 Komponenten. Lange Zeit gab es noch nicht einmal Maßstäbe, um Gerüche zu klassifizieren oder zu erfassen. Nun wollen Wissenschaftler der TU Berlin die Luftqualität von Innenräumen bewerten und sie dazu mit einer elektronischen Nase erschnüffeln.

Sozialforschung
Der Hund als Kontaktagent oder Waffe

Dass der Hund des Deutschen bester Gefährte ist, zeigen nicht nur zahlreiche Hundesalons, gepflegte Tierfriedhöfe und eine umsatzstarke Industrie. Diäten, Shampoos und Menüs für die Vierbeiner wurden mehrfach in Laboren getestet. Doch wie steht es mit der Beziehung zwischen Mensch und Hund? Wissenschaftler und Studierende der TU Berlin befragten dazu mehr als 300 Berliner.

Datenspeicherung
Informationen hinter Nanogittern

Wissenschaftler der TU Berlin arbeiten an der nächsten Generation der Datenspeicherung, der Mikroholographie. Mithilfe so genannter Reflektionsgitter sollen die Informationen nicht mehr nur auf der Oberfläche einer CD, sondern unter Ausnutzung ihres Volumens dreidimensional und in mehreren Schichten gespeichert werden. Schon in absehbarer Zeit sollen damit mehr als 150 Gigabyte auf einem Datenträger abgelegt werden können.

Zoologie
Green Card für einen gelben Winzling

Er heißt Phyllonorycter robiniella und lebt in Nordamerika. Doch die Globalisierung macht offensichtlich auch vor Schmetterlingen keinen Halt, denn seit Beginn der neunziger Jahre wurde der gelb-orange schillernde Kleinschmetterling aus Amerika auch in Deutschland beobachtet. Zuerst in Baden-Württemberg und seit 1999 breitet sich der nur wenige Millimeter große Falter auch in der Hauptstadt aus. TU-Wissenschaftler nahmen ihn unter die Lupe.

Mikroorganismen
Dem glänzenden Geheimnis der Delfine auf der Spur

Delfine gehören zu den Lieblingstieren des Menschen. Sie gelten als intelligent, ja sogar als menschenfreundlich. Und nicht zuletzt genießen sie aufgrund ihrer schönen ästhetischen Form unsere Wertschätzung. Dazu gehört auch die besonders strukturierte, von Pflanzenbewuchs freie Oberfläche, die die Delfinhaut beispielsweise von der eines Wals unterscheidet. In einem interdisziplinären DFG-Projekt wird der Prozess des Biofouling untersucht.

Informationsverarbeitung
Gedächtnistraining für den Computer

Mit künstlichen neuronalen Netzen wollen Forscher nachvollziehen, wie Informationen im Gehirn verarbeitet werden. Dazu müssen sie herausfinden, wie Neurone sich gegenseitig aktivieren und miteinander in Wechselwirkung stehen. Ein klassisches neuronales Netz entwickelte jetzt ein Wissenschaftler der TU Berlin weiter und gelangte somit zu einem besseren Verständnis von Lernmechanismen.