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Inhaltsverzeichnis

Ausgabe Jg. 2 / Nr. 2 / Mai 2001

(Alle Artikel stehen auch als .rtf-Dateien zum download bereit. Den entsprechenden Link finden Sie jeweils am Ende des Artikels.)

Geographie
Straßen aus der Luft gesehen

Mehr als 40 Millionen PKW sind auf deutschen Straßen unterwegs. Und immer mehr Fahrer verzichten auf den Stress, die beste Route alleine zu finden: Ungefähr eine Million deutscher Autos lassen heute den Computer über die Route entscheiden. Die Navigationssysteme der Zukunft sollen nicht nur die Richtung, sondern auch die Fahrweise bestimmen. Eine Geographin der TU Berlin beschäftigt sich damit und arbeitet mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt zusammen.

Arbeitswissenschaften
Bessere OP-Planung mit Software-Agenten

In deutschen Krankenhäusern werden pro Jahr mehr als drei Millionen Narkosen verabreicht. Der Anästhesist steht während der OP unter einem Stress, wie er sonst nur bei Helikopterpiloten gemessen wird. Menschliches Versagen ist der häufigste Grund für Zwischenfälle. Die softwaregestützte OP-Vorbereitung soll Anästhesisten künftig die Arbeit erleichtern. Am Institut für Arbeitswissenschaft entwickeln Wissenschaftler der TU Berlin ein intelligentes Informationssystem.

Mensch-Maschine-Systeme
Augenbewegungen lassen tief blicken

Immer mehr elektronische Systeme nisten sich am Armaturenbrett unserer Autos ein, und viele von ihnen sind über eine Anzeige zu benutzen. Sie lenken vom Fahren ab, besonders wenn sie kompliziert sind. Wissenschaftler der TU Berlin untersuchen, wie sich die Blicke der Autofahrer über solche Displays bewegen. Daraus kann man ableiten, inwieweit die Geräte anforderungsgerecht gestaltet sind und wo es Schwierigkeiten in der Benutzung gibt.

Innovative Materialauswahl
Grüne Entwicklungshilfe für die Industrie

Innerhalb eines 10-Millionen-Mark-Projektes haben Wissenschaftler der TU Berlin ein weltweit einmaliges Instrument zur umwelt- und recyclingorientierten Materialauswahl entwickelt. Im Verbund mit Fachkollegen und Industriepartnern gelang es ihnen, Produktentwicklern ein Hilfsmittel zu liefern, mit dem sie innovative Lösungen und Kombinationen aus mehr als 3000 Basismaterialien sicher entwickeln können. Die Methode wurde bereits für Bauteile des neuen Ford Mondeos und eines LKW von Mercedes-Benz getestet.

Bodenschutz
Reifenreste im Grundwasser

Auf der Avus quietschen die Reifen. Beim Vordermann leuchten die Bremslichter. Der Abrieb von Bremsen, Kupplung und Reifen bleibt auf dem Asphalt zurück. Darin enthalten: Schwermetalle wie Cadmium oder Kupfer, vielleicht noch mit einem Tropfen Öl garniert. Der Regen spült die Schwermetalle und Mineralölkohlenwasserstoffe dann von der Straße. Sie gelangen mit dem Sickerwasser in den Boden. Eine TU-Wissenschaftlerin untersuchte nun das Belastungsrisiko für Mensch, Tier und Pflanze.

Sicherheitskriterien für Fahrzeuge
Der Kleine muss dem Großen gewachsen sein

Der beste Schutz im Straßenverkehr ist die Entwicklung kompatibler Fahrzeugstrukturen - also eine Angleichung bei Gewichten, Abmessungen und Bauweisen der vierrädrigen Gefährten. Der Trend geht jedoch genau in die entgegengesetzte Richtung: Inkompatibilitäten zwischen den Autoklassen nehmen zu - verschärft durch die Einführung des Drei-Liter-Autos. Im Rahmen des Projekts "Compatibility" haben Wissenschaftler der TU Berlin nach neuen Sicherheitskriterien und -standards für eine Fahrzeug-Kompatibilität gesucht.

Kanada-Studien an der TU Berlin
Wissenschaft im Zeichen des Ahornblattes