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Inhaltsverzeichnis

Ausgabe Jg. 2 / Nr. 1 / März 2001

(Alle Artikel stehen auch als .rtf-Dateien zum download bereit. Den entsprechenden Link finden Sie jeweils am Ende des Artikels. Fotos können durch Anklicken des jeweiligen Bildes auch vergrößert dargestellt und abgespeichert werden.)

Biochemie
Frühwarnsystem für gefährliche "Wasserblüten"

Cyanobakterien sind mikroskopisch kleine einzellige Lebewesen. Im Sommer kommt es in freien Gewässern oft zu einer massenhaften Vermehrung dieser Blaugrünalgen. Für Badende stellen sie ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko dar, da sie gefährliche Giftstoffe enthalten. An der TU Berlin wurde jetzt ein System entwickelt, mit dem bereits im Frühjahr Gewässer auf eine potenzielle Gefährdung untersucht werden können. (inkl. Fotos)

Public Health
Geburtshaus oder Krankenhaus

Ist eine Frau schwanger, stehen ihr unterschiedliche Orte für die Geburt zur Wahl: Sie kann zwischen einer ambulanten oder stationären Klinikgeburt wählen oder sie kann sich entscheiden, ihr Kind in einem Geburtshaus zu bekommen. Als Reaktion auf die Kritik an der klinischen Geburtshilfe lässt sich ein wachsendes Interesse an solch einem Alternativangebot feststellen. Wie hoch das gesundheitliche Risiko für Mutter und Kind außerhalb der Krankenhäuser ist, erforschen jetzt Wissenschaftlerinnen der TU Berlin.

Abfallprognoseverfahren
Das Umweltbewußtsein im Visier

Wissenschaftler der TU Berlin arbeiten an einem Abfallprognoseverfahren, das sich nicht nur auf die Bevölkerungszahl, deren Wachstum und logistische Faktoren stützt. Ihre Methode berücksichtigt auch qualitative Faktoren wie das Umweltbewusstsein. Damit können sie unterschiedliche Szenarien für Berlin modellieren und aufzeigen, welche Abfallgebühren im Jahr 2020 auf die Hauptstädter zukommen könnten. (inkl. Abbildung)

Landschaftsökonomie
Fallstudie Sylt - Was kostet die Klimaveränderung?

Das Klima auf unserer Erde ändert sich, dies ist ein Fakt. Eindrucksvoll und unmissverständlich beschreiben Fachleute der Vereinten Nationen in ihrem neuesten Bericht die Veränderungen und ihre Ursachen. Doch was kostet der Klimawandel konkret jeden einzelnen Bürger? Wissenschaftler der TU Berlin haben gemeinsam mit anderen Forschern die Kosten am Beispiel der Insel Sylt ermittelt und befragten dazu mehr als 1400 Haushalte. (inkl. Foto)

Ressourcenschonung
Demontagefabrik rettet vor dem Schredder

Wissenschaftler der TU Berlin und der Hochschule der Künste entwickeln eine "Demontagefabrik". Roboter sollen in Zukunft mit Spezialwerkzeugen alte Haushaltsgeräte und Motoren zerlegen, um deren wertvolle Komponenten umweltschonend weiter zu verwenden. In einer Pilotanlage nehmen Roboter mit Hilfe speziell entwickelter, anpassungsfähiger Werkzeuge Waschmaschinen auseinander. Motoren und andere Konsumgüter sollen bald folgen. (inkl. Fotos)

Wohngruppen unter der Lupe
Gute Nachbarn konsumieren ökologisch

Eine funktionierende Nachbarschaft und ein positives "Wir-Gefühl" beeinflussen nachhaltig das Konsumverhalten der Bewohner eines Wohngebietes. Das ist das Ergebnis eines Forschungsprojektes an der TU Berlin. Dazu muss die Architektur ein Wohnumfeld schaffen, das das soziale Leben fördern hilft. Wohlbefinden und Wohnzufriedenheit begünstigen ressourcenschonendes Konsumverhalten. Speziell das "Müllverhalten" wird stark durch die Nachbarschaft geprägt. Mit 900.000 DM finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung das Projekt. (inkl. Fotos)

Adlige Erziehungsideale
"Charakter ist alles" - Drill für den feinen Unterschied

Bei der Erziehung von Adeligen im 19. und 20. Jahrhundert stand nicht Bildung, sondern die Einübung traditioneller adliger Denk- und Verhaltensmuster im Vordergrund. Wie die Erziehungsziele und Praktiken in Adelsfamilien aussahen, untersuchten Historiker der TU Berlin anhand von mehr als 400 Selbstzeugnissen deutscher Adliger. (inkl. Fotos)