[TU Berlin] Medieninformation Nr. 282 - 5. November 2004 - Bearbeiter/in: ehr


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Wasser- und Naturschutzpolitik in der Türkei

Workshop des Instituts für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung am 12. November 2004 / Einladung

Es ist noch offen, ob die Europäische Union einen positiven Beschluss über die Aufnahme von Beitrittsgesprächen mit der Türkei fassen wird. Das wird von den Reaktionen auf die Empfehlungen der EU-Kommission abhängen. Einen Monat vor der Entscheidung des Rates gibt es nach wie vor viele Stimmen, die einer Vollmitgliedschaft der Türkei ablehnend gegenüberstehen. Während der Wille zu politischen Reformen und deren Umsetzung eher positiv beurteilt wird, sind europäische Kommentatoren hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung viel skeptischer. 

Aber nicht nur politische Reformen und die wirtschaftliche Entwicklung sind für den EU-Beitritt der Türkei eine Voraussetzung, sondern auch die EU-Umweltstandards. Um diese zu erfüllen, muss die Türkei ein umfangreiches Programm zur Übernahme des Umweltbesitzstandes verabschieden. Das Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung der TU Berlin will mit dem Workshop "Wasser- und Naturschutzpolitik in der Türkei" Stand und Aussichten diskutieren und gemeinsam mit türkischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Forschungsperspektiven entwickeln. Wir möchten Sie herzlich dazu einladen:

Zeit: am Freitag, dem 12. November 2004, um 9.00 Uhr
Ort: TU Berlin, Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Franklinstr. 28/29 (Ecke Salzufer), 10587 Berlin, Raum FR 3533 (3. Stock)

Das aktuelle Programm ist auf der Webseite einsehbar: http://www.tu-berlin.de/fb7/ile/ilaup/ 

In ihren jährlichen Berichten hebt die EU-Kommission hervor, dass Fortschritte beim Umweltschutz erreicht worden sind. So habe das türkische Parlament ein Rahmengesetz verabschiedet, durch das das türkische Umweltgesetz von 1983 geändert wurde. Die Zusammenlegung der Ministerien für Umwelt und Forste habe die Verwaltungskapazität gestärkt und eine Verdreifachung des Personalbestandes werde in Aussicht gestellt. Allerdings seien die Fortschritte nicht ausreichend - vor allem nicht in den Bereichen Wasserqualität und Naturschutz, für die die bestehenden Rechtsvorschriften geändert werden müssten. 


Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Dr. Waltina Scheumann vom Institut für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Tel.: 030/314-73564, Fax: -73517, E-Mail: scheumann@imup.tu-berlin.de

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