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Nr. 5, Mai 2003
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Mit pfiffigen Ideen und Sponsoren renovieren Studierende ihr Café

Ulrike Engel (3. v. l.) und Linda Sendel (2. v. l.) nutzten bereits die Terrasse und die neuen Stühle, um Renovierung und Eröffnung zu planen

Es war für uns ein Sprung ins kalte Wasser", gibt Architekturstudentin Ulrike Engel zu. Sie spricht von dem Mut, den sie und einige Kommilitoninnen und Kommilitonen aufbringen mussten bei der Sponsorensuche für die Neugestaltung des "Café A", einer Cafeteria von Studierenden für Studierende im Erdgeschoss des Architekturgebäudes. Aus der Überlegung, das Café neu zu streichen, ist inzwischen die gänzliche Umgestaltung der kleinen Ruhe-und-Kommunikations-Oase geworden. Zum Beispiel konstruieren die jungen Leute einen hinterleuchteten Tresen aus einem neuartigen Plexiglasmaterial, das die Firma "degussa" extra aus Österreich liefert. Paravents aus besonders gehobelten und eingefärbten Akustikplatten werden den hohen Raum mit angeschlossener Terrasse in überschaubare Abschnitte teilen, zum Beispiel den Kickerraum von der Sofaecke trennen. Die Platten hat "Heraklit" spendiert. Auch diverse weitere Sponsoren stellten Material und Dienstleistungen zur Verfügung. Einfach so?

"Wir haben besonders Firmen angesprochen, die sowieso in der Architekturbranche arbeiten. Anreiz für sie war der Hinweis, dass wir gern mit neuartigen Materialien experimentieren wollten", erklärt Ulrike Engel ihre pfiffige Idee, und Kommilitonin Linda Sendel fügt hinzu: "Die Firmen waren dann auch superbereit, uns zu helfen. Die sind total freundlich und hilfsbereit und jederzeit ansprechbar." Nur bauen und streichen müssen die Studierenden selbst. Etwas Geld bekommen sie durch "Benefiz-Parties" zusammen.

Bei so viel Engagement ließ sich auch die Fakultät nicht lumpen und spendierte neue Stühle. Sogar den AStA konnten die Café-Betreiberinnen zu einer Investition überzeugen: "Der AStA darf das Geld nur für Projekte ausgeben. Also veranstalten wir einen Workshop ‚Frauen bauen Möbel', bekommen etwas Geld und haben gleich Regale, Hocker und Tische." Auch zur "Langen Nacht der Wissenschaften" am 14. Juni wollen die rührigen Studierenden den Besuchern ihre Dienste anbieten.

Die Studierenden freuen sich nicht nur über einen Besuch - Neu-Eröffnung war am 9. Mai - sondern auch über Hilfe. Das Café wird auf freiwilliger Basis von 20 bis 30 Studierenden im Schichtbetrieb geführt.

Patricia Pätzold

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