7-9/04
Juli 2004
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Vom Labor zum Patent

Wie trennt man zwei überlagert aufgenommene Sprecher, die gleichzeitig sprechen, in einem Stereo-Audio-Signal wieder so, dass man zwei separate Audio-Signale erhält, auf denen jeweils nur ein Sprecher zu hören ist? Systeme in Navigationssystemen zum Beispiel, die menschliche Sprache verarbeiten, kämpfen mit der eindeutigen Zuordnung von Audio-Signalen zu Sprechern. Dies ist notwendig, um aufgrund der charakteristischen Frequenzgänge im Zeitbereich auf das zugehörige Kommando und dessen Bedeutung schließen zu können.

Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr.-Ing. Reinhold Orglmeister mit den Mitarbeitern Dipl.-Ing. Wolf Baumann und Dipl.-Ing. Dorothea Kolossa stellte sich dieser Aufgabe. Sie entwickelten an der TU Berlin - im Fachgebiet Elektronik - eine Technik, bestehend aus einer Methode und einer technischen Vorrichtung, zur frequenzvariablen Trennung von Audio-Signalen. Sie konnten einen entsprechenden Algorithmus formulieren (frequenzvariabler Null-Beamforming-Algorithmus). Sie meldeten die Erfindung bei der TU Berlin an. Die ipal GmbH, ein Intellectual Property Asset Management Unternehmen, prüfte anschließend die Patentierbarkeit und lotete die wirtschaftliche Verwertung aus. Zur Inkubation des Projekts konnte die ipal GmbH nach der Patentanmeldung ein spezialisiertes Hochtechnologie-Unternehmen, die Ruwisch & Kollegen GmbH, akquirieren. Mittlerweile ist das Patent auf dem Wege zur internationalen Anmeldung (PCT-Phase). Verschiedene Unternehmen wie Olympus, Siemens oder Nokia sind ebenfalls bereits an der Technologie interessiert, denn es sind Anwendungen möglich von digitalen Diktiergeräten über Mobiltelefone bis zu Hörgeräten.

KPL

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