6/06
Juni 2006
TU intern
6/2006 als
pdf-Datei
(844 kb)
 Themenseiten 
Titel
Inhalt
Aktuell
Fußball wissenschaftlich
Lehre & Studium
Forschung
Alumni
Internationales
Menschen
Tipps & Termine
Vermischtes
Impressum
TU-Homepage

Digitale Kluft schließen

Neues Studienreformprojekt will Entwicklungsländer unterstützen

Narcisse Noubissi Noukumo (M.) mit den Tutoren Thomas Dietz und
Ralph Benjamin Magnus
© TU-Pressestelle

Fehlende oder unzulängliche Ausbildung ist unumstritten zu einem großen Teil verantwortlich für den Rückstand der Entwicklungsländer im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie. Seit Beginn des Semesters beschäftigt sich ein TU-Studienreformprojekt mit dieser Thematik. "Es reicht nicht aus, Strukturen jeglicher Art unkommentiert zur Verfügung zu stellen", erklärt der wissenschaftliche Mitarbeiter Narcisse Noubissi Noukumo, der diese Veranstaltungen mit zwei weiteren Tutoren betreut. "Vielmehr müssen die Menschen die Technologie verstehen, damit eine Eigendynamik in diesem Bereich initiiert werden kann." Die Studierenden aus unterschiedlichen Fachrichtungen stammen zur Hälfte selbst aus Entwicklungsländern und haben ein gutes Verständnis für die Situationen vor Ort. Sie sollen lernen, ausgehend von einer Ist-Analyse in den betroffenen Ländern auf der Grundlage der dort bereits vorhandenen Kommunikationstechnologien, Konzepte für einen effektiveren Einsatz zu erstellen. Weiterhin sollen passende Geschäftsmodelle ausgearbeitet werden, die die Benutzung bezahlbar machen, um die Technologie einer möglichst breiten Bevölkerungsschicht zur Verfügung zu stellen. Jeder und jede Studierende soll am Ende in der Lage sein, IT-Infrastrukturen aufzubauen, vorhandene Elemente effektiv zu nutzen und zu optimieren. Der so vollzogene Wissenstransfer soll schließlich auch in der Bevölkerung Interesse an eigenen Entwicklungsschritten wecken und die digitale Kluft zu den Industrienationen überwinden helfen.

pp

© TU-Pressestelle 6/2006 | TU intern | Impressum | Leserbriefe