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April 2007
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Stabübergabe in der Zentralwerkstatt

Der langjährige Leiter Klaus Manske tritt in den Ruhestand

Nur in gute Hände abzugeben: Klaus Manske, der langjährige Leiter der Zentralwerkstatt (r.), wünscht seinem Nachfolger Thorsten Spielhagen (l.) alles Gute. Hans-Joachim Rieseberg (M.), Chef der Bauabteilung, weiß diese wichtige Abteilung damit für die Zukunft gut aufgehoben
© TU-Pressestelle

"Klaus sagt Tschüss!" war auf dem Plakat zu lesen, mit dem die 33 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die 13 Azubis der Zentralwerkstatt Ende März ihren langjährigen Chef verabschiedeten. Auch der Leiter der Bauabteilung, Hans-Joachim Rieseberg, war gekommen, denn: "Hier endet eine Ära, die mit dem Neuaufbau der Zentralwerkstatt begonnen hat. Wir haben Klaus-Jürgen Manske viel zu verdanken."

Tatsächlich stand Klaus Manske, als er 1996 die Zentralwerkstatt der TU Berlin übernahm, vor einer großen Herausforderung. "Die Maschinen waren veraltet und teilweise sicherheitstechnisch gar nicht mehr tragbar", erinnert er sich. Also krempelte der gelernte Tischlermeister die Ärmel hoch und binnen weniger Jahre waren Tischlerei, Schlosserei und Elektrikausstattung auf dem neuesten Stand.

In eine schwere Krise geriet die Zentralwerkstatt, als sie unter Sparzwang geriet und damit ihre gesamte Existenz auf dem Spiel stand. Das Beratungsunternehmen AT Kearney prüfte 1999 ein ganzes Jahr lang In- und Output der TU-eigenen Werkstatt. Klaus Manske entwickelte ein reduziertes Konzept, alles wurde ökonomisch überprüft, die Ausstattung weiter verbessert. "Wir müssen konkurrenzfähig sein zu den Firmen draußen", erklärte Klaus Manske seinen Leuten, "nur dann haben wir eine Überlebenschance." Damit brachte er die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hinter sich. "Es zog regelrecht ein neuer Geist ein", erinnert sich Hans-Joachim Rieseberg. "Klaus Manske hatte eine besondere Art, seine Leute zu motivieren." Bald stand fest: Die Zentralwerkstatt arbeitet wirtschaftlich und ist damit gerettet. Zwar musste sie auch (Personal-)Federn lassen, aber es konnte neu organisiert werden. Dem Zentralwerkstattsleiter kam bei seiner Umorganisation sicher auch seine vor der TU-Zeit liegende Selbstständigkeit zugute. Die dort gewonnenen wirtschaftlichen Erfahrungen konnte er hier zur Rettung dieser TU-Einrichtung gewinnbringend einsetzen.

Manske investierte nun in die Lehrlingsausbildung, eröffnete Ausbildungsgänge wie Schlosser oder Metallbauer, er stellte einen Malermeister ein, so dass auch hier Auszubildende angenommen und vor allem der Angebotsbereich erweitert werden konnte. "Wir konnten nun auch den Trockenbau ausweiten, Restaurierungen, selbst der denkmalgeschützten Bauten und Räume, vornehmen." In der Tischlerei baute er eine Fensterfertigung auf, für Veranstaltungen wie "Queen's Lecture" oder die 125-Jahr-Feier wurden Wandverkleidungen hergestellt, Regale, Vitrinen. Vieles konnte man nunmehr auch zusammen mit den Lehrlingen abarbeiten, die dadurch ein besonders großes Betätigungs- und Lernumfeld fanden. Zum Schluss organisierte Klaus Manske noch in monatelanger Planungsarbeit den Umzug der Zentralwerkstatt in die Räumlichkeiten der ehemaligen Versuchsanstalt für Wasserbau, sorgte auch hier in Zusammenarbeit mit der Bauabteilung für viel Eigenleistung. "Klaus Manske hat die Zentralwerkstatt konkurrenzfähig gemacht", so Rieseberg. "Nun ist das Feld bereitet für eine neue Epoche mit Thorsten Spielhagen, der unter seiner Leitung seinen Meister gemacht hat und den er mit Weitblick bereits seit Langem als seinen Nachfolger aufgebaut hat. Er wird nun die Zentralwerkstatt zunächst kommissarisch leiten."

Patricia Pätzold

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