UMWELT

GLOBAL-INFO /rs/ Neuartige Informationssysteme für Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen sind das Ziel eines gerade anlaufenden Förderprogramms des Bundesforschungsministeriums (BMBF). Unter dem Titel "Globale Elektronische und Multimediale Informationssysteme" (GLOBAL-INFO) stellt das BMBF bis zum Jahr 2003 rund 60 Millionen DM zur Verfügung. Beteiligt sind die Fachgebiete Chemie, Informatik, Mathematik, Physik, Erziehungswissenschaften und Soziologie. Ihre jeweiligen Fachgesellschaften haben bereits eine entsprechende Kooperationsvereinbarung abgeschlossen. Bei den GLOBAL-INFO-Projekten sollen sowohl Autoren, Verlage und Buchhandlungen als auch die Nutzer/innen (vertreten durch die Fachgesellschaften) zusammenarbeiten. Anträge können bis zum 31. Juli gestellt werden. Weitere Infos unter http://www.Darmstadt.GMD.de/PTF/ptfd.html

CHEMIE-BROSCHÜRE /rs/ Das Bundesforschungsministerium hat gemeinsam mit der chemischen Industrie, den Wissenschaftsorganisationen und der Gewerkschaft ein "Programm zur Sicherung des Chemiestandorts Deutschland" erarbeitet, heißt es in einer BMBF-Pressemitteilung. Wer die inhaltliche Zusammensetzung der einzelnen Vorschläge genauer analysieren möchte, kann sich die Broschüre zuschicken lassen, von der BMBF-Broschürenstelle, 53170 Bonn, Fax: 0288/57-39 17.

MEERESFORSCHUNG /rs/ Die Bundesrepublik nimmt in der Meeresforschung eine Spitzenstellung ein - der Erfolg der deutschen Meeresforschungstechnik ist allerdings vergleichsweise gering. Aufgrund dieser Einschätzung will das Bundesforschungsministerium Anstrengungen in diesem Bereich zukünftig mehr unterstützen. Einen Überblick darüber gibt die BMBF-Broschüre "Meeresforschungs- und Überwachungstechnik - Informationen für Entwickler". Sie ist erhältlich über die Kontaktstelle Meeresforschungstechnik am GKSS-Forschungszentrum, Max-Planck-Straße, 21502 Geesthacht, Tel. 04152/87-0.

BIOWISSENSCHAFTEN /rs/ Die Voraussetzungen für die kommerzielle Nutzung der Biotechnologie in Deutschland sind gut. So lautet die Einschätzung des Rats für Forschung, Technologie und Innovation beim Bundeskanzler. Der Rat legte Ende April seinen Bericht "Biotechnologie, Gentechnik und Innovation" vor. Darin geben die Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik 96 Empfehlungen, um die Biotechnologie in Deutschland zu stärken. Wer die rund 30 Mitglieder des Innovationsrats zum Thema Biowissenschaften sind, kann man in einer Pressemitteilung des Bundespresseamtes im WWW nachlesen: www.bundesregierung.de/bin/lay/inland/bpa/pm/pm97042302.html Nach dem "Bericht zur Informationsgesellschaft" war die Biotechnologie das zweite Thema, zu dem sich der Innovationsrat äußerte. Nun will er das Thema "Kompetenz im globalen Wandel" behandeln.

STUDENTENBÖRSE /rs/ Praktika und praxisbezogene Studien- und Diplomarbeiten - das bietet die seit 1987 bestehende Studentenbörse an der TU Berlin. Das Angebot richtet sich an Studierende im Hauptstudium, die damit ihre theoretischen Kenntnisse mit praktischen Erfahrungen erweitern sollen. Unternehmen erhalten ihrerseits Kontakt mit zukünftigen Mitarbeitern und neue Ideen aus der Forschung. Wer sich für die Studentenbörse interessiert - egal ob Student oder Unternehmen -, kann sich per Formular in die Vermittlungsdatenbank aufnehmen lassen: TU Berlin, Wissenstransfer, Studentenbörse, Steinplatz 1, Raum 525. Tel.: 314-2 17 17,Fax über 314-2 40 87, E-Mail: studentenboerse@ wtb.zuv.tu-berlin.de, WWW: http://www.tu-berlin.de/wtb/

LASER-AKADEMIE /rs/ 50 Studenten, Ingenieure und Wissenschaftler haben im Sommersemester an dem ersten einjährigen Zyklus der Europäischen Laserakademie an der TU Berlin teilgenommen. In dem Kurs, der von der Europäischen Union gefördert wurde, konnten sich die Teilnehmer auf dem Gebiet der Hochleistungslaser und der Materialbearbeitung per Laser weiterbilden. Dazu nahmen sie an Vorlesungen von Spezialisten aus in- und ausländischen Instituten teil und besichtigten Labors und Produktionsstätten. Parallel zur Berliner Veranstaltung fanden in Liverpool und Marseille ähnliche Kurse statt. In Berlin wurde die Weiterbildung vom Optischen Institut der TU, vom TU-Fachbereich Maschinenbau und Produktionstechnik sowie der Laser- und Medizin-Technologie gGmbH durchgeführt. Ab dem kommenden Wintersemester wird die Europäische Laserakademie fortgeführt, dann zusätzlich in Athen, Valencia und Wien. Weitere Infos erteilt Prof. Dr. Horst Weber vom Optischen Institut, Tel. 314-2 35 85, Raum P 140.

SOLARFIBEL /rs/ Eine Art "Who is Who" der Solartechnik ist die "Solarfibel Berlin-Brandenburg", die von der Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin herausgegeben wird. Über 150 Seiten mit Namen und Adresse zeigen, wo man Unternehmen, Architekten, Institutionen und Projekte findet, die sich der Nutzung der Sonnenenergie verschrieben haben. Allein 13 Seiten entfallen auf die TU Berlin und ihre Solar-Wissenschaftler. Wer Hersteller von Solarkollektoren, Photovoltaikanlagen oder Tageslichtsystemen sucht, findet hier auf jeden Fall einen kompetenten Ansprechpartner. Gleiches gilt für Architektur- und Planungsbüros und die zahlreichen Organisationen, Vereine und Verbände der Region Berlin-Brandenburg. Die Ausgabe 1997 der Solarfibel kostet 30 DM und ist zu beziehen über die Technologiestiftung Innovationszentrum Berlin, Außenstelle PTZ, Pascalstr. 8-9, Tel. 3 90 06-326.

CHEMIKER /rs/ 10000 junge Chemiker und Chemikerinnen sind in den vergangenen drei Jahren in einem bundesweiten Projekt zur Nutzung von Fachinformation weitergebildet worden. Das Weiterbildungsvorhaben, das im Juni zu Ende ging, wurde von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) durchgeführt und vom Bundesforschungsministerium mit zehn Millionen DM gefördert. Insgesamt 57 Hochschulen hatten daran teilgenommen. Das sind fast alle deutschen Hochschulen, die das Fach Chemie anbieten. An der TU Berlin nutzten rund 270 Personen das Weiterbildungsangebot und lernten die Arbeit mit chemischen Fakten- und Literaturdatenbanken kennen. Nach Beendigung der Förderung führen der Fachbereich Chemie und die TU-Universitätsbibliothek die Fortbildungsmaßnahmen in eigener Regie und Finanzierung fort. Über Umfang und Kosten der weiteren Datenbanknutzung für die Forschung verhandeln derzeit GDCh und die Datenbankanbieter. Wer sich für die Weiterbildung interessiert, wende sich an Dr. Heinrich von Hirschhausen (Tel.: 31 42 37 21, E-Mail: hvhe0630@w418zrz.chem.tu-berlin.de), der schon das GDCh-Projekt für die TU Berlin koordinierte.


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