+++ MELDUNGEN - STUDIUM +++

AM LIEBSTEN BMW /rs/ BMW und Siemens sind die Wunscharbeitsplätze für viele deutsche Studierende aus dem Bereich Wirtschaft und Technik. Eine Umfrage unter 1500 Studierenden aus Wirtschafts- und Ingenieursfächern an 26 Universitäten ergab: BMW und Siemens liegen als Arbeitgeber ganz oben in der Gunst der zukünftigen Akademiker und Akademikerinnen. Nach der Umfrage, die von der Stockholmer Meinungsforschungsgruppe Universum durchgeführt wurde, folgen Daimler-Benz, Audi, Lufthansa und die Unternehmensberatung McKinsey. Als Gründe für ihre Vorlieben gaben die Befragten an, daß sie dort gute Karrierechancen und die größte Vielfalt an Aufgabenstellungen erwarteten. Befragt nach Branchen lagen Unternehmensberatungen und Autofirmen an der Spitze. Kaum Interesse zeigten die Studierenden für die Versicherungswirtschaft, die Mineralölwirtschaft und die Papierindustrie.

JUGENDSTUDIE /rs/ Zum zwölften Mal gab in diesem Jahr die Shell-Jugendstudie Aufschluß darüber, was Jugendliche in Deutschland bewegt. Für 1997 waren die Antworten der Umfrage unter Teens und Tweens eher verhalten: Nur noch jeder dritte beurteilt seine persönlichen Aussichten optimistisch - Anfang der 90er Jahre taten dies noch fast 60 Prozent. Sorgen bereitet den Jugendlichen vor allem die Arbeitslosigkeit. Durchgeführt wurde die Shell-Jugendstudie 1997 von Wissenschaftlern der FU Berlin. Nach der Vorstellung der Studie führten sie zusätzliche Online-Konferenzen über deren Ergebnisse im Internet durch. Wer sich über die Ergebnisse und die Online-Beiträge informieren möchte, kann im Institut für Sozial- und Kleinkindpädagogik der FU Berlin nachschauen: http://sozpaed.erwiss.fu-berlin.de/Shell-Studie97/welcome2.html.

CARTOON-WETTBEWERB /rs/ Seit 1994 veranstaltete der Schweizer Uhrmacher und Juwelier Franz Türler jährlich einen studentischen Cartoon-Wettbewerb. Unter dem Motto "Berliner Zeit-Zeich(n)en - Berlin im Wandel der Zeit" reichten dieses Mal 57 Teilnehmer und Teilnehmerinnen insgesamt 142 Zeichnungen ein. Gewinnerin wurde wie im letzen Jahr eine Studentin der Fachhochschule Potsdam. Studierende der TU Berlin befanden sich dieses Mal allerdings nicht unter den glücklichen Gewinnern, die sich insgesamt 12000 DM Preisgeld teilten.

LUFTFISCH /tui/ "Luftschiff und Binnenschiff. Verkehrsinnovationen für die Region Berlin-Brandenburg." ist der Titel eines neuen Projekts am Verkehrswesenseminar am Fachbereich 10 Verkehrswesen und Angewandte Mechanik. Das Hauptstudiumsprojekt beschäftigt sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Luftschiffen und Binnenschiffen für den Güterverkehr, den Tourismus und den öffentlicher Personennahverkehr für die Region Berlin-Brandenburg. Das Projekt beginnt am Donnerstag, dem 16. Oktober um 10 Uhr im Raum HAD 415 (Kiepert-Haus). Parallel dazu wird in diesem Wintersemester eine Projektwerkstatt starten, in der Studierende ein fahrtfähiges Luftschiff konstruieren werden. Das Fahrzeug soll ungefähr zehn Meter lang werden und später für Luftbildaufnahmen eingesetzt werden. Sein Name: "Luftfisch". Wer sich für die Projektwerkstatt "Luftfisch" interessiert, wende sich an Florian Böhm (Tel. 3 91 87 42) oder Alex Bormann (314-21334).

DAAD-PREIS /tui/ Wie bereits in den Jahren 1995 und 1996 vergibt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) auch 1997 wieder einen Preis an eine ausländische TU-Studentin bzw. einen Studenten für besondere Leistungen. Damit sollen herausragende akademische Leistungen, vor allem aber auch ein bemerkenswertes soziales, gesellschaftliches oder hochschulinternes Engagement gewürdigt werden. Der Preis ist in keinem Fall ein Forschungspreis und nicht für die wissenschaftliche Würdigung einer Doktorarbeit vorgesehen. Vorschläge für schon Diplomierte bzw. Promovendinnen und Promovenden sind möglich, die Kandidatinnen bzw. Kandidaten sollen sich allerdings bereits im Hauptstudium befinden. DAAD-Stipendiatinnen bzw. Stipendiaten und Bildungsinländerinnen bzw. -inländer sind von der Preisvergabe ausgeschlossen. Vorschlagsberechtigt sind alle TU-Angehörigen, Eigenbewerbungen sind nicht möglich. Der Preis ist mit einem Preisgeld von 2000 DM verbunden. Vorschläge sind bis spätestens 18. November 1997 zu richten an: Geschäftsstelle des Förderungsausschusses zur Vergabe von Stipendien an ausländische Studierende (FASA), Roswitha Paul-Walz, Sekr. I D 10.

HOCHSCHULTAG /rs/ "Univisionen - mit oder ohne Euch" Unter diesem Motto fand am 21. Januar an der TU Berlin ein Hochschultag über die Universitäten in Zeiten rigorosen Sparens statt. Fragen, die in Podiumsdiskussionen und Arbeitsgruppen diskutiert wurden, waren u. a.: Welche Funktionen muß eine zeitgemäße Universität erfüllen? Welche Ansprüche haben die Studierenden an sie? Wo sind die Defizite, wo gibt es bereits Reformansätze? Wer sich den Tag nochmal ins Gedächtnis rufen will und einen Überblick über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sucht, kann sich jetzt den Dokumentationsband besorgen. Zusammengestellt wurde er vom TU-Energieseminar, das bereits den Hochschultag organisiert hatte. Negativ vermerken sie in ihrem Resümee, daß viele Lehrveranstaltungen während des Hochschultages stattfanden. Den Reader gibt es beim TU-Energieseminar, Sekr. JS 8, Tel. 314-2 52 80.

HERKUNFT /rs/ Deutsche Studienanfänger haben nach wie vor überdurchschnittlich hochgebildete bzw. qualifizierte Eltern. Das ist ein Ergebnis einer Untersuchung, die die Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) seit 1983 im Auftrag des Bundesbildungsministeriums durchführt. Aus den Befragungen der Jahre 1992 bis 1996 geht hervor, daß der Akademikeranteil bei den Vätern von Studienanfängern dreimal so hoch ist wie der Durchschnitt des entsprechenden Altersjahrganges in der männlichen Bevölkerung. Studienanfänger kommen überproportional aus Beamtenfamilien, aus Familien Selbständiger oder Freier Berufe und aus Angestelltenfamilien. Studienanfänger aus Arbeiterfamilien sind im Hochschulstudium nach wie vor unterrepräsentiert. Im Ost-West-Vergleich zeigte sich: Studienanfänger aus den neuen Ländern kommen sehr viel häufiger aus Akademikerfamilien als ihre Kommilitonen aus den alten Bundesländern. In den alten Ländern findet man sehr viel häufiger sogenannte Bildungsaufsteiger als in den neuen Ländern. Die genauen Ergebnisse der Studie liegen jetzt als HIS-Kurzinformation A 11/97 vor. Zu erhalten über die HIS, Goseriede 9, 30159 Hannover, Tel. 0511/12 20-0.

STUDIERQUOTE SINKT /rs/ Die Studierleistung der jungen Deutschen geht zurück. Das ist das Fazit einer Studie, die die Hannoveraner Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) jetzt abgeschlossen hat. In einer Repräsentativbefragung hatte die HIS Studienberechtigte des Abitur-Jahrgangs 1996 zum Hochschulstudium befragt und diese Ergebnisse mit den zuvor untersuchten Jahrgängen '94, '92 und '90 verglichen. Dabei stellte sich heraus: Von allen Studienberechtigten des Abi-Jahrgangs 1994 hatten sich noch 71 Prozent in den ersten sechs Monaten nach dem Abitur an einer Hochschule eingeschrieben. Zwei Jahre später waren es nur noch 66 Prozent. Die HIS-Untersuchung stellte damit fest, daß sich die rückläufige Entwicklung der Studierneigung nicht nur fortsetzt, sondern sich sogar beschleunigt. Insgesamt ging die Studierquote zwischen 1990 und 1996 um zehn Prozentpunkte zurück, von 76 auf 66 %. Das ist der niedrigste Wert seit 1976, dem Jahr, in dem die HIS zum ersten Mal Untersuchungen dieser Art durchführte. Rückgängig ist die Studierquote laut HIS unabhängig vom Geschlecht und von der Herkunft aus den alten bzw. neuen Bundesländern.

WAHLEN /rs/ Bei den Wahlen zum Personalrat der studentischen Beschäftigten vom 23. bis 27. Juni beteiligten sich von insgesamt 1490 stimmberechtigten studentischen Arbeitnehmern/innen insgesamt 137. Die Wahlbeteiligung lag damit bei rund 9,3 Prozent. Neugewählte Vertreter/innen sind jetzt: Frank Möbius (99 Stimmen), Simone Hoffmann und Holger Dietz (jeweils 98), Anja Kathrin Schultz (96), Vasco Schirrmacher (94), Susanne Rotter (93), Astrid-Maria Krahn (91), Bettina Schöpe (88), Ina Müller (82), Patrick Golding (79), Michael Pleßner (72), Sven Lohde (69) und Bleik Köster (68).


10/'97 TU-Pressestelle [ ]