TU Berlin Forschungsnewsletter Dezember 2025

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Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni | Februar 2026

Forschungsnewsletter der TU Berlin
Modell des Satelliten CubeSat

Alles im grünen Bereich? In Städten wie Berlin, Amsterdam, Helsinki, Kopenhagen oder Paris ist Künstliche Intelligenz bereits erfolgreich im Einsatz und führt zur Senkung von CO2-Emissionen beispielsweise durch intelligent gesteuerte Ampeln, die den Verkehr optimieren.
© Angelo Cornejo

Liebe Leser*innen,

Ihr Morgen beginnt vielleicht mit einem vertrauten Ritual: Sie schenken Kaffee ein, schäumen Milch auf – heute aus Hafer statt aus Kuhmilch – und geben einen Löffel veganen Joghurt ins Müsli. Ist Ihnen dabei schon einmal aufgefallen, wie selbstverständlich der Hafer-Schaum hält und dass der Joghurt die richtige Konsistenz hat – wie Joghurt aus Kuhmilch? Dahinter verbirgt sich ein komplexes Zusammenspiel pflanzlicher Proteine. Wissenschaftler*innen der TU Berlin widmen sich genau diesen unscheinbaren, aber entscheidenden Eigenschaften: Sie entwickeln Verfahren, um die funktionellen Merkmale pflanzlicher Proteine vergleichbar zu erfassen und so die Qualität und Verlässlichkeit veganer Lebensmittel zu sichern.

In dieser Ausgabe geht es aber nicht nur um die Chemie im Milchschaum. Die Beiträge zeigen, wie unsere Forschung an ganz unterschiedlichen Stellen des Alltags ansetzt: bei kreislauffähigen Materialien für Textilien und Schuhe, bei datenbasierten Lösungen zur Senkung städtischer Emissionen oder bei Technologien, die Kommunikationsnetze robuster und digitale Infrastrukturen leistungsfähiger machen. Gemeinsam ist diesen Ansätzen der Blick auf Systeme im Wandel – von Produktionsketten über urbane Räume bis hin zu digitalen Netzen.

Viel Freude beim Lesen dieser Februar-Ausgabe!

Aus der Wissenschaft
Satellitenbild
©  Copernicus data / ESA 
Satellitendaten für jeden und resiliente Kommunikationsnetze

Zwei Proof-of-Concept-Grants des European Research Councils unterstützen Projekte, die Forschungsergebnisse der TU Berlin in die Praxis überführen sollen. Gefördert wird ein KI-gestützter Assistent, der auch Nicht-Expert*innen den Zugang zu Erdbeobachtungsdaten des Copernicus-Programms erleichtert. Das Programm ist ein von der Europäischen Kommission und der Europäischen Weltraumorganisation gegründetes Erdbeobachtungsprogramm.
Außerdem gefördert werden automatisierte Softwarewerkzeuge, die Kommunikationsnetze widerstandsfähiger machen, indem sie Daten bei Ausfällen intelligent umleiten.
Die Fördermittel in Höhe von jeweils 150.000 Euro sollen dazu beitragen, aus wissenschaftlichen Erkenntnissen konkrete gesellschaftliche und wirtschaftliche Anwendungen zu entwickeln.

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Ein gefüllter Joghurtbecher auf einem Tisch

© Mark Leiks

Stabile Schäume, cremige Drinks

Ob stabiler Milchschaum oder cremiger Joghurt: Die Qualität veganer Produkte hängt stark von den darin verwendeten Pflanzenproteinen ab. Deren Eigenschaften schwanken jedoch je nach Herkunft, Verarbeitung und Charge der pflanzlichen Rohstoffe. Sie lassen sich bislang auch kaum einheitlich bewerten. Ein TU-Forschungsprojekt entwickelt nun standardisierte Verfahren, um zum Beispiel die Löslichkeit, Emulgier- und Schaumbildung vergleichbar zu messen und auch in der Qualitätskontrolle praktikabel nutzbar zu machen. Wenn es am Ende gelingt, die neuen Methoden als Branchenstandard zu etablieren, können Unternehmen Rohstoffe gezielter auswählen und vergleichen.

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Turnschuhe mit einem Nachhaltigkeitslabel

© Mariana Conti

Nachhaltig – vom Stoff bis zur Sohle

Die TU Berlin leitet ein neues EU-Forschungsprojekt, das mit insgesamt vier Millionen Euro gefördert wird. Ziel des Projekts ist es, Heimtextilien sowie Schuhe nachhaltiger und besser recycelbar zu machen. Bislang fehlt es nämlich an klaren Orientierungshilfen für alle Beteiligten: Verbraucher*innen erhalten zu wenig verlässliche Nachhaltigkeitsinformationen, Unternehmen sind unsicher über konkrete Anforderungen und Behörden verfügen nicht über einheitliche Prüfmaßstäbe. Genau hier setzt das Projekt an, indem es messbare Kriterien entwickelt, mit denen sich Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit von Produkten verlässlicher bewerten lassen.

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Schematische Darstellung eines Mikrolasers

© AG Reitzenstein

Neuer Mikrolaser für Anwendung und Forschung

TU-Professor Stephan Reitzenstein und sein Forscher*innenteam haben ein innovatives Mikrolaser-Konzept entwickelt, das leistungsfähige VCSEL-Dioden schneller, kostengünstiger und flexibler herstellbar macht. Durch ein neuartiges optisches Gitter lassen sich erstmals unterschiedliche Laserwellenlängen in einem einzigen Produktionsschritt präzise erzeugen. Neben der Anwendung in Rechenzentren zur effizienten Signaleinkopplung in Glasfaserleitungen könnten die Mikrolaser auch für das sogenannte LIDAR-Verfahren (Light Detection and Ranging) verwendet werden, das Abstände mit Hilfe von Laserstrahlen misst und zum Beispiel beim Autonomen Fahren eine große Rolle spielt.

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Fußgängerampel in Berlin

© Angelo Cornejo

Smarte Städte, weniger Emissionen

Von intelligent gesteuerten Ampeln bis zu KI-optimierten Heizsystemen: Europäische Städte nutzen zunehmend datenbasierte Technologien, um CO2-Emittierungen zu senken und Energie effizienter einzusetzen. Eine aktuelle Studie des TU-Fachgebiets Sustainability Economics of Human Settlements untersucht Praxisprojekte in sechs europäischen Vorreiter-Metropolen – darunter Berlin – und zeigt, wie Künstliche Intelligenz den städtischen Klimaschutz voranbringen kann, welche organisatorischen Voraussetzungen nötig sind und warum viele Initiativen erst dann Wirkung entfalten, wenn sie über Pilotprojekte hinaus dauerhaft verankert werden.

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Die TU Berlin in der Exzellenzstrategie
Berliner Gründungszentrum Science & Startups unter Europas Spitze

Science & Startups, das gemeinsame Start-up-Zentrum der Berlin University Alliance, gehört laut Financial Times-Ranking 2026 zu den führenden Gründungshubs Europas. Mit Platz 12 europaweit, Rang 6 bei der Erfolgsbilanz begleiteter Start-ups und Platz 2 unter deutschen Hochschulhubs unterstreicht die Initiative ihre Rolle als Motor für wissenschaftsbasierte DeepTech-Ausgründungen und die wachsende Innovationskraft des Standorts Berlin.

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Ein Foto und seine Geschichte
So gesehen – das Fotorätsel
© Cleopatra Moshona
Erkennen Sie, was zu sehen ist?

Sieht spannend aus – aber was ist es? Die Auflösung zu diesem Bild aus unserer Forschung finden Sie per Klick.

zur Lösung
Veranstaltungen

Das Mietshaus in der Wohnungsfrage
19.2.-5.3.2026, Ausstellung

Wie lässt sich dringend benötigter Wohnraum schaffen, ohne neu zu bauen? Die Ausstellung "Das Mietshaus in der Wohnungsfrage" zeigt noch bis zum 5. März im Tuntenhaus in Berlin-Prenzlauer Berg Entwürfe von Architekturstudent*innen der TU Berlin, die das Gründerzeit-Mietshaus als bislang unterschätzte Ressource neu denken. Ihre Projekte reichen von minimal-invasiven Umbauten bis zu langfristigen Zukunftsszenarien. Sie zeigen außerdem, wie durch Umorganisation, gemeinschaftliche Räume und suffiziente Umbaupraktiken mehr bezahlbarer Wohnraum im Bestand entstehen kann. Als offener Diskursraum lädt die Ausstellung zum Austausch, zur Wohnraumberatung und zur Debatte über eine sozial und klimaverträgliche Wohnzukunft Berlins ein.

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KlimaWirtschaftsForum
4.-6.3.2026, Konferenz

Das KlimaWirtschaftsForum ist die führende studentisch organisierte Konferenz in Berlin zu klimagerechter Wirtschaftspolitik und bringt Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an einen Tisch. Das Forum ist eine Projektwerkstatt der TU Berlin und steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung sowie Leiter des TU-Fachgebiets Ökonomie und Politik des Klimawandels. 
Die Konferenz richtet sich an alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenfrei und mit einer Anmeldung verbunden.

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Künstliche Intelligenz und nachhaltige Lösungen
VDI/VDE-Mechatroniktagung 2026 in Berlin
12.-13.3.2026, Tagung

Aktuelle Trends, praxisnahe Anwendungen und Zukunftsfragen der Mechatronik stehen im Mittelpunkt der VDI/VDE-Mechatroniktagung am 12. und 13. März 2026 im Harnack-Haus in Berlin-Dahlem. Expert*innen aus Wissenschaft und Industrie diskutieren Themen wie Physical Intelligence in KI & Robotik, automatisierte Mobilität, Sensorfusion sowie nachhaltige mechatronische Lösungen. Keynotes aus Forschungseinrichtungen und Unternehmen sowie der interdisziplinäre Austausch machen die Tagung zu einer Plattform für alle, die an intelligenten, vernetzten und ressourceneffizienten technischen Systemen arbeiten.

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Mehr Forschungsnachrichten finden Sie im Newsroom der TU Berlin

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Herausgeberin: Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
V.i.S.d.P.: Stefanie Terp, CvD: Christine Kreutzer, Barbara Halstenberg
Technische Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Kontakt zur Redaktion: pressestelle@tu-berlin.de

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