TU Berlin Forschungsnewsletter Dezember 2025

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Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni | Januar 2026

Forschungsnewsletter der TU Berlin
Modell des Satelliten CubeSat

Modell des Satelliten CubeSat mit dem LISA-Roboterarm, der im Rahmen des studentischen Raumfahrtexperiments MAGGIE Greif- und Dockingmanöver unter Schwerelosigkeit demonstrieren wird.
Mehr dazu finden Sie in der Rubrik "Die TU Berlin in der Exzellenzstrategie".
© Maximilian von Unwerth

Liebe Leser*innen,

viele der großen Ideen für eine nachhaltigere Zukunft sind längst formuliert. Die entscheidende Frage ist oft eine andere: Funktionieren sie auch außerhalb des Modells – im Betrieb, im Alltag, unter wechselnden Bedingungen?

Die Beiträge dieser Newsletterausgabe drehen sich genau um diese Frage. Sie führen zu Windrädern auf See, wo Strom nicht nur erzeugt, sondern direkt weiterverarbeitet werden soll. Sie zeigen, wie schwere Lkw mit Batterien im Fernverkehr bestehen können, ohne den Betrieb auszubremsen. Und sie berichten aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika, wo TU-Forschung gemeinsam mit lokalen Akteur*innen an Lösungen arbeitet, die unter realen klimatischen und sozialen Bedingungen tragfähig sein müssen.

Es geht also um Konzepte, die sich bewähren sollen – technisch, organisatorisch und gesellschaftlich. Nicht als schnelle Antworten, sondern als Schritte in Richtung Alltagstauglichkeit.

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

Aus der Wissenschaft
Offshore Windpark
© Jesse de Meulenaere
Wasserstoff direkt vom Windrad

Strom aus Offshore-Windkraft lässt sich effizienter nutzen, wenn er direkt auf dem Meer in Wasserstoff umgewandelt wird. Prof. Dr. Peter Strasser vom TU-Fachgebiet Technische Chemie/Elektrokatalyse – Materialien forscht in mehreren Projekten daran, Windstrom mithilfe von Meerwasser unmittelbar am Windrad in grünen Wasserstoff zu verwandeln. Ziel ist es, Energieverluste zu reduzieren, teure Hochseekabel zu vermeiden und neue Wege für den klimaneutralen Transport von Energie an Land zu eröffnen.

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Kreta: Halbmondförmige Mulden an Hängen mit Olivenbäumen, die Wasser sowie Erosionsmaterial auffangen und so die Fruchtbarkeit des Bodens verbessern

© Terrartives, Crete/Greece

Anpassung an den Klimawandel

Unter Leitung des Fachgebiets Community Energy and Adaptation to Climate Change der TU Berlin erprobt ein internationales Forschungskonsortium im EU-Projekt FLOW4Med neue Wege der Klimaanpassung im Mittelmeerraum. In Akkar (Libanon), auf Kreta (Griechenland) und in Kairo (Ägypten) entstehen gemeinsam mit lokalen Akteur*innen praxisnahe Lösungen gegen Hitze, Wasserknappheit und Überflutungen. Der Fokus liegt auf partizipativer Forschung, die Wissen aus Wissenschaft und Gesellschaft verbindet und sich konsequent an lokalen Bedürfnissen orientiert.

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Projekteinblick: Ein E-Lkw in der ersten europäischen Batteriewechselstation, die vom TU-Forscher*innenteam konzipiert und erprobt wurde

© E-HAUL

E-Lkw auf die Überholspur

Auch der Schwerlastverkehr kann realistisch elektrisch mit Batterien betrieben werden. Das zeigen Forschungsergebnisse des Fachgebiets Elektrische Energiespeichertechnik der TU Berlin um Prof. Dr. Stefanie Marker. In einer zweijährigen Praxisphase bewährte sich die erste automatisierte Batteriewechselstation für E-Lkw in Europa: Batterien lassen sich vollautomatisch in wenigen Minuten tauschen – ein echter Game Changer gegenüber dem bislang zeitintensiven Laden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden bereits im TU-Start-up E-HAUL überführt, das die Technologie weiterentwickelt und für den großflächigen Einsatz im Schwerlastverkehr vorbereitet.

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Grafisches Modell eines Gehirns

© Monsitj

Wie das Gehirn Erinnerungen speichert

Eine internationale Studie unter Beteiligung des TU-Forschers Johannes Niediek vom Fachgebiet Maschinelles Lernen (Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data) zeigt, wie das menschliche Gehirn Inhalte und Kontexte von Erinnerungen getrennt speichert und gezielt zusammenführt. Die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichte Arbeit liefert erstmals direkte Belege am Menschen und erklärt, warum wir Erlebnisse sauber auseinanderhalten und dennoch flexibel miteinander verbinden können. Der Beitrag von Johannes Niediek verbindet Neurowissenschaften und datengetriebene Analyse und eröffnet neue Perspektiven für Gedächtnisforschung und Medizin.

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Unterschiedliche Miniaturpersonen auf unterschiedlich hohen Münzstapeln

© Hyejin Kang

Wenn Ungleichheit die Wirtschaft ins Wanken bringt

Eine neue Studie von Forscher*innen der TU Berlin und des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung zeigt: Wachsende Einkommensungleichheit erhöht das Risiko für Rezessionen erheblich. Mithilfe mathematischer Modelle aus der statistischen Physik machen die Wissenschaftler*innen deutlich, wie wenige sehr wohlhabende Akteur*innen durch ihr Konsum- und Sparverhalten wirtschaftliche Kipppunkte auslösen können. Die in Physical Review Letters veröffentlichte Arbeit liefert damit einen neuen Blick auf die inneren Ursachen von Wirtschaftskrisen – jenseits externer Schocks wie bspw. internationale Konflikte und höhere Zölle.

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Die TU Berlin in der Exzellenzstrategie
Modell des Satelliten CubeSat
© Maximilian von Unwerth
Studierende testen nachhaltige Raumfahrt im All

Wie sich Satelliten warten und bergen lassen, ohne neuen Weltraumschrott zu erzeugen, erproben Studierende der TU Berlin mit dem Raumfahrtexperiment MAGGIE. Das Projekt kombiniert einen modularen Roboterarm mit von Geckos inspirierten Haftmaterialien und demonstriert Greif- und Dockingmanöver unter Schwerelosigkeit. Entwickelt wurde MAGGIE im Rahmen eines sogenannten X-Tutorials der Berlin University Alliance (BUA) und wird voraussichtlich im März 2027 als Teil des sogenannten REXUS/BEXUS-Programms auf einer Höhenforschungsrakete in Schweden starten. REXUS/BEXUS ist eine gemeinsames Programm des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der schwedischen Raumfahrtbehörde SNSA.

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Ein Foto und seine Geschichte
So gesehen – das Fotorätsel
© Martin Oczipka, IGB/HTW Dresden 
Erkennen Sie, was zu sehen ist?

Sieht spannend aus – aber was ist es? Die Auflösung zu diesem Bild aus unserer Forschung finden Sie per Klick.

zur Lösung
Veranstaltungen

Die Suche nach ET
9.2.2026, Gastvortrag am Institut für Luft- und Raumfahrt der TU Berlin

Sind wir allein im Universum – oder übersehen wir etwas? Der Vortrag von Prof. Dr. Klaus Brieß nimmt Sie mit auf eine verständliche Reise durch das Universum: von seiner Entstehung bis zu der Frage, warum wir trotz moderner Technik bisher keine eindeutigen Hinweise auf außerirdische Zivilisationen gefunden haben. Er zeigt, wie Forscher*innen versuchen abzuschätzen, wie viele fremde Kulturen es geben könnte, mit welchen Teleskopen, Computern und neuen Technologien nach Signalen gesucht wird – und weshalb das All bislang so still erscheint. Spannende Erklärungsansätze regen zum Nachdenken an: Ist intelligentes Leben extrem selten, verbirgt es sich bewusst oder ist unsere Wirklichkeit vielleicht ganz anders, als wir glauben? Ein faszinierender Vortrag über eine der größten offenen Fragen der Menschheit.

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Die Erde, „die große Näherin“. Brechts grüne Revolution
6.-13.2.2026, Brecht-Tage: Vorträge, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Workshops etc.

Vom 6. bis 13. Februar 2026 widmen sich die Brecht-Tage dem Verhältnis von Mensch, Erde und Technik. Ausgehend von Bertolt Brechts Texten und Denken rückt das Festival ökologische Fragen, technische Eingriffe und gesellschaftliche Verantwortung in den Fokus.
Die Brecht-Tage 2026 werden vom Literaturforum im Brecht-Haus in Zusammenarbeit mit dem Fachgebiet Literaturwissenschaft der TU Berlin sowie weiteren Partner*innen aus Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft veranstaltet. Das Programm findet an mehreren Berliner Orten statt, darunter das Brecht-Haus, das Museum für Naturkunde und das Zeiss-Großplanetarium.

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Konzerte des Collegium Musicum 
30.1.-14.2.2026, verschiedene Konzerte: Chor, Orchester, Bigband

Es gibt wieder neue Konzerte des Collegium Musicum Berlin! Als gemeinsame Universitätsmusik der Technische Universität Berlin und der Freien Universität Berlin vereint es Studierende, Beschäftigte aus allen Bereichen sowie Ehemalige in fünf Ensembles – vom Großen Chor über Sinfonieorchester, Kleines Sinfonisches Orchester und Kammerchor bis zur UniBigband Berlin.

Zwischen dem 30. Januar und 14. Februar sind diese Ensembles bei mehreren Konzerten an unterschiedlichen Spielstätten in Berlin zu erleben – ein Höhepunkt innerhalb eines lebendigen Konzertjahres.

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SAVE THE DATE:

Joint Research for Better Futures – The Grand Challenges Conference der Berlin University Alliance (BUA)
23.-25.3.2026, Konferenz

Die Grand Challenges Conference der BUA bringt Forscher*innen sowie Akteur*innen aus Gesellschaft, Politik und Praxis zusammen, um gemeinsam Antworten auf die drängendsten Herausforderungen unserer Zeit zu entwickeln. Im Fokus stehen interdisziplinärer Austausch, neue Perspektiven und innovative Impulse zu Themen wie Global Health, Klimawandel, sozialer Zusammenhalt und verantwortungsvolle Innovation.

Die Registrierung für die Konferenz ist bereits geöffnet.

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Mehr Forschungsnachrichten finden Sie im Newsroom der TU Berlin

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V.i.S.d.P.: Stefanie Terp, CvD: Christine Kreutzer, Barbara Halstenberg
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Kontakt zur Redaktion: pressestelle@tu-berlin.de

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