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Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni | November 2025

Forschungsnewsletter der TU Berlin

Die TU Berlin ist Sprecherin eines neuen Sonderforschungsbereiches (SFB), der die Eignung von Pilzen als Material zum Bauen und zur Herstellung von Möbeln untersucht. Ein weiterer SFB geht in die Verlängerung. Insgesamt fließen 20 Millionen Euro in die Projekte. Lesen Sie mehr dazu in der Rubrik „Ein Foto und seine Geschichte".
© tinyBE/Wolfgang Günzel

Liebe Leser*innen,

in dieser Ausgabe treffen wir Forschung genau an den Punkten, an denen sie Gewohntes hinter sich lässt: Satelliten kommen ohne bewegliche Mechanik aus, Zahnimplantate ohne Schraubgewinde, KI-Modelle ohne die gewohnten blinden Flecken. Der gemeinsame Faden? Überall entsteht Neues, und zwar dort, wo vertraute Verfahren infrage gestellt und durch unerwartete Lösungen ersetzt werden.
Ein guter Moment also, tiefer einzusteigen und weiterzulesen.

Aus der Wissenschaft
Blick in den Bauch eines Flugzeuges: Dipl.-Ing. Huu Quan Vu (rechts) und M.Sc. José Diez López (links) vom Fachgebiet Raumfahrttechnik der TU Berlin testen während eines Parabelflugs das neuartige Lageregelungssystem VEKTOR-FDA
Huu Quan Vu (rechts) und José Diez López (links) vom TU-Fachgebiet Raumfahrttechnik testen während eines Parabelflugs in Frankreich das neuartige Lageregelungssystem VEKTOR-FDA für Satelliten.
© Fachgebiet Raumfahrttechnik
Flüssigmetall statt Räder
TU Berlin demonstriert wegweisende Lageregelung im Parabelflug

Im Rahmen der 45. DLR-Parabelflugkampagne hat die TU Berlin ein neuartiges, komplett mechanik-freies Lageregelungssystem für Satelliten erfolgreich in der Schwerelosigkeit getestet. Das sogenannte VEKTOR-FDA nutzt elektromagnetisch bewegtes Flüssigmetall, um Raumfahrzeuge vibrationsfrei und präzise auszurichten – ein möglicher Technologiesprung für kompaktere, langlebigere Satelliten.
Gefördert wird das Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Zusammenarbeit mit der Deutschen Raumfahrtagentur im DLR.

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Ohne Gewinde: links das neuartige Zahnimplantat

© trinckle 3D GmbH

Individuelle Zahnimplantate aus dem 3D-Druck

Ein neu entwickeltes, wurzelanaloges Zahnimplantat eröffnet eine minimalinvasive Alternative zu herkömmlichen Schraubsystemen: Es wird passgenau eingesetzt – exakt nach dem Vorbild der ursprünglichen Zahnwurzel. Möglich wird dies durch eine neuartige Prozesskette, in der 3D-Druck und präzise Nachbearbeitung erstmals so verzahnt sind, dass patientenspezifische Implantate inklusive Innengewinde in einem durchgängigen Fertigungsablauf entstehen. Das Implantat entstand gemeinsam mit dem TU-Fachgebiet Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, der Charité-Prothetik und der Berliner Firma trinckle 3D.

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© Robina Weermeijer

KI verbessert Diagnostik bei Lungenkrebs

Ein interdisziplinäres Forschungsteam vom Berlin Institute for the Foundations of Learning and Data (BIFOLD), der Technischen Universität Berlin, dem Universitätsklinikum Köln, der Charité – Universitätsmedizin Berlin, dem KI-Unternehmen Aignostics und der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) hat eine neuartige, KI-gestützte Methode entwickelt, um präzisere Prognosen für Lungenkrebspatient*innen treffen zu können. Die Studie wurde jetzt in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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Computergenerierte Grafik einer Röntgenaufnahme des menschlichen Auges

© Freepik/Julos

Wie Forschung KI-Bilderkennung näher an menschliches Sehen bringt

In einer in Nature erschienenen Studie zeigen Forschende vom BIFOLD-Institut an der TU Berlin, dem Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften und Google DeepMind, wie ihr Ansatz „AligNet“ neuronale Bildmodelle erstmals an die hierarchische Struktur menschlichen Wissens anpasst. Dadurch werden KI-Repräsentationen menschenähnlicher, besser interpretierbar und zugleich robuster in vielfältigen Bildverarbeitungsaufgaben – ein wichtiger Schritt hin zu kognitiv fundierter KI.

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Schema der Reise der Quanten-Lichtquelle durch Europa
© Doris Reiter, mit KI
Herausragende Wissenschaftskommunikation
Lise-Meitner-Medaille für für innovatives öffentliches Engagement in Großbritannien und Europa

Das britisch-irische Institute of Physics hat das von der TU Berlin initiierte Projekt „QuanTour“ für sein innovatives öffentliches Engagement ausgezeichnet: „QuanTour“ ist ein Reiseblog, Open-Science-Projekt und Wissenschaftsvermittlung über die außergewöhnliche Reise einer Quanten-Lichtquelle in einem Koffer, die ein Jahr lang Forschende in 12 Laboren europaweit vernetzte. Das Projekt erreichte eine außergewöhnliche Sichtbarkeit und macht modernste Quantentechnologie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

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Die TU Berlin in der Exzellenzstrategie
Cover der vierten Ausgabe von WIR/VIER

© Anna Groh 

WIR/VIER
Einblicke in sechs Jahre Exzellenz und den Weg nach vorn

Was bietet die Berlin University Alliance (BUA), welche Kompetenzen bringt die TU Berlin ein und welche Herausforderungen gehen wir gemeinsam an? Die vierte Ausgabe des BUA-Magazins „Wir/Vier“ gibt darauf Antworten und bietet Einblicke in sechs Jahre Exzellenzverbund, die Zukunft der drei Exzellenzcluster, neue Perspektiven auf Intelligenz und globale Gesundheit, Chancen von Gründungen aus der Wissenschaft sowie internationale Netzwerke, Wasserforschung, Quanteninnovationen und eine Porträtserie der Menschen hinter den BUA-Projekten.

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„Faces of the BUA“
Videoserie zeigt die Vielfalt vernetzter Wissenschaft in Berlin

Zum 6. Geburtstag der Berlin University Alliance im November stellen die vier Partner*innen ihre neue Videoserie „Faces of the Berlin University Alliance“ vor. In mehr als 20 Kurzporträts berichten BUA-Forscher*innen aus unterschiedlichsten Disziplinen, wie sie gemeinsam den Wissenschafts- und Innovationsstandort Berlin prägen – von der Quantenphysik bis zur Kulturanthropologie. Jede Episode erzählt eine persönliche Geschichte von Zusammenarbeit, Neugier und gesellschaftlicher Verantwortung.

zur Video-Serie
Ein Foto und seine Geschichte
MY-CO Space: Tragende Holzkonstruktion, die mit Pilzpaneelen bedeckt ist
Dieses Gebäude ist inspiriert von einer Raumfahrtkapsel und besteht aus einer tragenden Holzkonstruktion, die mit Pilzpaneelen bedeckt ist.
© SciArt Collective MY-CO-X
Sonderforschungsbereiche stärken Spitzenforschung an der TU Berlin

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) bewilligt gleich drei Sonderforschungsbereiche (SFB) unter Federführung bzw. mit Beteiligung der TU Berlin: Mit „MY-CO BUILD“ startet ein neuer SFB zur Entwicklung nachhaltiger Baumaterialien aus Pilzen. Der SFB führt erstmalig in einem interdisziplinären Verbund verschiedene Fachdisziplinen zusammen, die die biologischen, mechanischen, physikalischen, chemischen, thermischen, akustischen und architektonischen Eigenschaftsprofile pilzbasierter Materialien untersuchen.
Der SFB „Re-Figuration von Räumen“ geht parallel dazu in die dritte Förderphase. Hier wird untersucht, wie sich Gesellschaften unter dem Druck globaler Krisen und Dynamiken neu ordnen.
Außerdem ist die TU Berlin weiterhin am SFB/TRR „Ultraschnelle Spindynamik“ beteiligt. Insgesamt fließen über 20 Millionen Euro in die Forschung an zukunftsweisenden Materialien, gesellschaftlichen Transformationsprozessen und innovativer Physik.

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Veranstaltungen

Über Macht, Verantwortung und Wahrheit: „OLEANNA“ von David Mamet 
28.11.2025, Theateraufführung

Die TU Berlin und das Renaissance-Theater Berlin bringen erstmals eine gemeinsame Produktion auf die Bühne: Am 28. November 2025 wird im Hörsaal H 3010 das Drama „OLEANNA“ von David Mamet aufgeführt. Studierende des TU-Masterstudiengangs Bühnenbild_Szenischer Raum entwickelten dafür eigene Bühnen- und Kostümkonzepte, die in enger Zusammenarbeit mit dem Regieteam professionell umgesetzt wurden – ein lebendiger Austausch zwischen Hochschule und Theaterpraxis.

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ON WATER Impact Workshops – Mehr Wirkung und zielsichere Kommunikation für die Wasserforschung Berlins!
10.12.2025 + 29.1.2026 + 19.2.2026, Workshops

Das Labor für transdisziplinäre und partizipative Forschung der Berlin University Alliance lädt transdisziplinäre Teams und Wasserforschende im Winter 2025/2026 mit einer Workshop-Reihe dazu ein, ihre Kommunikation nach außen und ihre Wirkung in die Gesellschaft hinein zu stärken. Themen sind dabei u.a. die zielgerichtete Ansprache von Entscheidungsträger*innen, die Aufbereitung von Daten oder die richtige Sprache für spezifische Zielgruppen. Neben Workshops mit Inputs zu Grundlagen und Methoden wird es auch eine Begleitung in der Ergebniserstellung und -verbreitung geben.

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TechTales – by Living the Forest Lab
1.11.2025 bis 13.02.2026, Ausstellung

Die aktuelle Ausstellung „TechTales“ TU Berlin Exhibition Space UNI_VERSUM macht Forschung sinnlich erlebbar: Ein leuchtender Baum visualisiert Echtzeit-Daten zu Waldbränden, interaktive Experimente aus dem Reallabor Wald zeigen das Zusammenspiel von Natur, Technik und Kultur. Besucher*innen können digitale Wälder verändern, elektromagnetische Wellen hörbar machen oder die Gesundheit urbaner Gewässer erkunden.
Die Ausstellung eröffnet neue Perspektiven auf Wälder, Biodiversität und Klimawandel – und lädt dazu ein, zukünftige Lebensräume kreativ und nachhaltig mitzudenken.

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Mehr Forschungsnachrichten finden Sie im Newsroom der TU Berlin
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Herausgeberin: Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
V.i.S.d.P.: Stefanie Terp, CvD: Christine Kreutzer, Barbara Halstenberg
Technische Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Kontakt zur Redaktion: pressestelle@tu-berlin.de

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