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Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni | Oktober 2025

Forschungsnewsletter der TU Berlin

Mit dem ersten Spatenstich ist der Bau der „Chemical Invention Factory – John Warner Center for Start-ups in Green Chemistry“ offiziell gestartet. Auf dem Campus der TU Berlin entsteht bis 2027 die europaweit größte Laborinfrastruktur für Transfer- und Vorgründungsteams in der Grünen Chemie.
V.l.n.r.: Prof. Xaver Egger (Geschäftsführer sehw Architektur), Volker Huber (Geschäftsführer Goldbeck Nordost GmbH), Martin Rahmel (Direktor der Chemical Invention Factory), Prof. John Warner (Namensgeber der CIF, Honorarprofessor an der TU Berlin und Begründer der zwölf Prinzipien der Grünen Chemie), Dr. Ina Czyborra (Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege des Landes Berlin), Prof. Geraldine Rauch (Präsidentin der TU Berlin), Lars Oeverdieck (Kanzler der TU Berlin), Prof. Stephan Völker (Vizepräsident für Forschung und Berufung der TU Berlin), René Vonau (Abteilungsleiter Bauabteilung TU Berlin)
© Christian Kielmann

Liebe Leser*innen,

wer die Zukunft gestalten will, muss manchmal buchstäblich den Spaten in die Hand nehmen: Mit dem Baustart der „Chemical Invention Factory“ entsteht auf dem Campus der TU Berlin die europaweit größte Laborinfrastruktur für Transfer- und Vorgründungsteams für Grüne Chemie – und damit ein starkes Signal für nachhaltige Innovationen.

Doch Zukunft wird hier nicht nur gebaut, sondern auch erforscht und verhandelt. Und das am besten interdisziplinär und gemeinsam: von Quantentechnologien über klimaresiliente Stadtentwicklung, Künstliche Intelligenz bis hin zu einem gemeinsamen Open-Access-Verlag. Viele dieser Projekte und Initiativen entstehen im einzigen Exzellenzverbund Deutschlands – der Berlin University Alliance. Ein leuchtendes Beispiel dafür, wie vernetzte Spitzenforschung neue Ideen möglich macht.

Viel Freude beim Lesen dieser Oktober-Ausgabe!

Aus der Wissenschaft
14 TU-Forscher*innen zählen laut Tagesspiegel zu den 100 wichtigsten Köpfen der Berliner Wissenschaft

Vom Bauen mit Robotern bis zur erklärbaren Künstlichen Intelligenz: 14 Wissenschaftler*innen der TU Berlin wurden in die Reihe „Die 100 wichtigsten Köpfe der Berliner Wissenschaft 2025“ des Tagesspiegel aufgenommen. Die Ausgewählten stehen für die enorme Bandbreite an Spitzenforschung an der TU Berlin – von nachhaltiger Architektur über Satellitentechnologie bis zur medizinischen Innovation.

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© Tobias Rieger/Gemini generated

Mensch und KI – oft noch kein Dreamteam

Eine neue Studie der TU Berlin zeigt: Mensch-KI-Teams treffen häufig schlechtere Entscheidungen als die Künstliche Intelligenz allein. Der Grund liegt weniger in technischen Schwächen, sondern in menschlichem Verhalten – etwa im Wunsch, die eigene Entscheidungsrolle zu behaupten. Die Forscher*innen und Autor*innen des dazugehörigen Positionspapiers fordern neue Strategien, um Mensch und KI besser zu verbinden.

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Jean-Pierre Seifert

Prof. Dr. Jean-Pierre Seifert
   © Christian Kielmann

Verschränktes Berlin

Die Initiative „Berlin Quantum“ bündelt Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, um Berlin als Hotspot der zweiten Quantenrevolution zu etablieren. Koordiniert von der Berlin University Alliance und unterstützt mit 25 Millionen Euro bis 2026, entsteht ein europaweit einzigartiges Innovationsnetzwerk.
Im Interview spricht TU-Professor Jean-Pierre Seifert über Berlins Stärken, den Geist der Zusammenarbeit und ein neues Quantenphysik-Fachgebiet an der TU Berlin.

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Kletternde Hopfenpflanze an einem Gebäude in der Stadt

© Björn Kluge

Der Campus wird cool

Mit dem Reallabor „Schwammstadt Nord-Campus: Klima–Energie–Wasser“ verwandelt die TU Berlin ihren Campus in ein Experimentierfeld für klimaresiliente Stadtentwicklung. Begrünte Fassaden, Regenwassernutzung und Solartechnik sollen zeigen, wie sich Bestandsgebäude in natürliche Klimaanlagen verwandeln lassen. Im Interview spricht Dr. Anja Steglich über Ziele, Chancen und Perspektiven. Sie leitet die Reallaborplattform „StadtManufaktur der TU Berlin“.

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Klaus-Robert-Müller

Prof. Dr. Klaus-Robert Müller
© Dominic Simon

Pionier der KI: Hohe Auszeichnung für Klaus-Robert Müller

Klaus‑Robert Müller, BIFOLD Co-Direktor und Professor an der TU Berlin, erhält den renommierten Neural Network Pioneer Award 2026 der IEEE Computational Intelligence Society. Die Auszeichnung würdigt seine wegweisenden Beiträge zum kernbasierten Lernen – einem zentralen Verfahren des maschinellen Lernens. Damit reiht er sich in eine Liste international führender KI-Forscher*innen ein.

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Wenn Museen Teil der Datenökonomie werden

Die Digitalisierung hat Museen geöffnet, vernetzt – und zugleich in kommerzielle Plattformstrukturen eingebettet. In einer Studie zeigt Lukas Fuchsgruber, wie Einrichtungen wie die Staatlichen Museen zu Berlin Teil einer digitalen Infrastruktur werden, in der Fragen nach Datenhoheit, Privatsphäre und dem Einfluss großer Tech-Konzerne neu verhandelt werden. Museen werden so zu zentralen Orten gesellschaftlicher Auseinandersetzung über Überwachung, Öffentlichkeit und Gemeingüter.
Die Studie entstand im Rahmen des von der Berlin University Alliance geförderten Verbundprojekts „Museums and Society – Mapping the Social“. 

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Die TU Berlin in der Exzellenzstrategie
Menschen in einem Park in einer Großstadt

© Dmitry Spravko

Verflochtene Lebensräume
Gesundheit im urbanen Wandel

Das Forschungsprojekt „Re-Scaling Global Health“ der Berlin University Alliance betrachtet Städte als vielschichtige Ökosysteme, in denen Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen eng verflochten sind. Im Zentrum steht das Konzept Planetary Health, das Gesundheit als gemeinsames Gut aller Lebewesen versteht. Wissenschaftler*innen der TU Berlin bringen dabei ihre Expertise in Stadtforschung, Architektur und gesellschaftshistorischer Analyse ein. Untersucht wird, wie Klimawandel, Artensterben und Urbanisierung neue Gesundheitsrisiken und -chancen schaffen – von der Ausbreitung tropischer Krankheitsüberträger bis hin zu Fragen nachhaltiger Stadtplanung. 

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Jürgen Christof

Jürgen Christof
© Ulrich Dahl

Offen, vernetzt, qualitätsgesichert
Ein Verlag für freie Wissenschaft

Berlin Universities Publishing (BerlinUP) wurde 2023 im Rahmen der Berlin University Alliance gegründet. Als gemeinsamer Open-Access-Verlag der vier Partnerinstitutionen bündelt er Ressourcen und Expertise, um Forschungsergebnisse kostenfrei, transparent und qualitätsgesichert zu veröffentlichen. Das zugrundeliegende Diamond-Open-Access-Publikationsmodell stärkt den offenen Wissensaustausch und erhöht die Sichtbarkeit der Berliner Forschung weltweit. Im Interview erläutert Jürgen Christof, Sprecher von BerlinUP und Direktor der Universitätsbibliothek der TU Berlin, welche Rolle BerlinUP dabei spielt und welche Chancen die enge Vernetzung der Partner eröffnet.

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Über das Jetzt hinaus
Die Berlin University Alliance bei der Berlin Science Week 2025 – Antworten auf die Fragen unserer Zeit

Vom 1. bis 10. November 2025 feiert die Berlin Science Week ihr 10-jähriges Jubiläum – mit der Berlin University Alliance (BUA) als zentraler Partnerin. Unter dem Motto „Beyond Now“ steht die Frage im Mittelpunkt, wie Wissenschaft Antworten auf die großen Herausforderungen unserer Zeit entwickeln kann.

Im Fokus der Kooperation stehen die fünf Grand Challenges der BUA: sozialer Zusammenhalt, globale Gesundheit, Klima und Wasser im Wandel, Quantentechnologien sowie verantwortungsvolle Innovation. Forschende aus verschiedenen Disziplinen arbeiten dabei eng zusammen, um über institutionelle und fachliche Grenzen hinweg neue Lösungsansätze zu entwickeln. Auch die TU Berlin ist als BUA-Partnerin vertreten: Prof. Dr. Martina Löw forscht zum Thema sozialer Zusammenhalt, Dr. Anna Pappa zu Quantentechnologien. Begleitet wird die Kooperation durch eine Interviewserie mit Wissenschaftler*innen der BUA:

Prof. Dr. Martina Löw
© Michael Pasternack

Zusammenhalt als Zukunftsaufgabe

Im Rahmen der Grand Challenge „Sozialer Zusammenhalt“ der Berlin University Alliance erforscht TU-Professorin Martina Löw, wie Räume gestaltet, genutzt und verhandelt werden – von Nachbarschaften bis Stadtplanung. Im Interview spricht sie darüber, wie Vielfalt das Zusammenleben prägt und was Berlin für den sozialen Zusammenhalt der Zukunft braucht.

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Martina Löw

Dr. Anna Pappa
© Anna Pappa

Die Zukunft der digitalen Sicherheit ist quantenbasiert

Quantentechnologien gelten als Schlüssel zur nächsten digitalen Transformation. Dr. Anna Pappa forscht an der TU Berlin im Rahmen der Grand Challenge „Quantentechnologien“ der Berlin University Alliance an neuen Ansätzen für sichere und faire Datenübertragung. Im Interview spricht sie über Chancen, Risiken und darüber, wie sich die Quantenkommunikation verantwortungsvoll gestalten lässt.

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Schon jetzt vormerken: Vom 23. bis 25. März 2026 findet in Berlin die erste Grand Challenges Conference der BUA statt. Der Exzellenzverbund bittet um Einreichung von Beiträgen bis 30. November 2025.

Ein Foto und seine Geschichte
Ein Spaten vom Spatenstich-Event an der TU Berlin

© Christian Kielmann

Startschuss für Europas größte Grüne-Chemie-Laborinfrastruktur im Herzen Berlins

Auf dem Campus der TU Berlin entsteht bis 2027 die europaweit größte Laborinfrastruktur für Transfer- und Vorgründungsteams in der Grünen Chemie. Rund 20 Millionen Euro investieren die TU Berlin und das Land Berlin in das Projekt, das nachhaltige Innovationen aus der Wissenschaft in die Anwendung bringen und Berlins Rolle als Zentrum für grüne Technologien stärken soll.

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Veranstaltungen

„TU Berlin for Future“ – Klima-Ringvorlesung 2025/2026
20.10.2025 bis 26.1.2026, Öffentliche Vorlesungsreihe (online)

Die Technische Universität Berlin setzt ihre erfolgreiche interdisziplinäre Ringvorlesung „TU Berlin for Future“ fort. Vom Oktober bis Januar beleuchten unsere Wissenschaftler*innen und externe Expert*innen immer montags von 16.15 bis 17.45 Uhr zentrale Themen rund um Klimaschutz, nachhaltige Transformation und gesellschaftlichen Wandel.

Veranstaltet wird die Online-Reihe vom Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) sowie dem TU-Fachgebiet Arbeitslehre/Ökonomie und Nachhaltiger Konsum der TU Berlin.

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„Wissen für die Gesellschaft: Zukunftsvisionen mit KI – Einblicke in aktuelle Forschungstrends“
4.11. und 18.11.2025, Öffentliche Vorlesungsreihe (online)

Die Vortragsreihe „Wissen für die Gesellschaft“ widmet sich aktuellen Fragen rund um Künstliche Intelligenz (KI). Thematisiert werden Aspekte der Nachhaltigkeit, der verantwortungsvolle Umgang mit Stärken und Schwächen Künstlicher Intelligenz, KI-Anwendungen und Hürden im Gesundheitswesen sowie neue Formen der Mensch-KI-Zusammenarbeit. Im Mittelpunkt stehen Chancen, Risiken und gesellschaftliche Auswirkungen dieser Technologien.

Die Reihe entsteht in Kooperation mit dem Einstein Center Digital Future und fördert den offenen Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – mit besonderem Fokus auf die Einbindung der Berliner und Brandenburger Öffentlichkeit in neue Forschungsentwicklungen.

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Queen's Lecture 2025: „Kosmische Ursprünge und fremde Welten: Die nächste Ära der Weltraumforschung“
6.11.2025, Öffentliche Vorlesung

Professor Adam Amara, Chief Scientist der UK Space Agency, hält die diesjährige Queen’s Lecture. Im Mittelpunkt seines Vortrags stehen die Mission Euclid zur Erforschung Dunkler Materie und Energie sowie das Habitable Worlds Observatory, das nach Lebensspuren auf Exoplaneten sucht. Beide Projekte markieren technologische Meilensteine in Optik, Detektortechnik und Datenwissenschaft – mit Wirkung weit über die Astronomie hinaus.

Die Queen’s Lecture wurde 1965 ins Leben gerufen und feiert mit diesem Vortrag ihr 60-jähriges Jubiläum. Seit 1997 findet sie in Kooperation mit der Britischen Botschaft und dem British Council Germany statt.

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Berlin Brandenburg Food Technology
13.11.2025, Themenkonferenz für Wissenschaft & Wirtschaft im Bereich Lebensmittel & Ernährung

Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Zukunft der Food Technology – im Spannungsfeld zwischen technologischem Fortschritt, gesellschaftlichen Erwartungen und ökologischen Realitäten. Unter dem Motto „Herausforderungen treffen auf Lösungsansätze“ kommen Wissenschaft und Wirtschaft zusammen, um die Innovationskraft der Region Berlin-Brandenburg zu stärken.
Diskutiert werden zentrale Fragen zu rechtlichen Rahmenbedingungen und Zulassungsverfahren, datengestützter Qualitätssicherung und Messtechnik, zirkulärer Rohstoffnutzung sowie klimaneutralen, automatisierten Produktionsprozessen.

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Mehr Forschungsnachrichten finden Sie im Newsroom der TU Berlin
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Herausgeberin: Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
V.i.S.d.P.: Stefanie Terp, CvD: Christine Kreutzer, Barbara Halstenberg
Technische Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Kontakt zur Redaktion: pressestelle@tu-berlin.de

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