TU Berlin Forschungsnewsletter

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Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni | September 2026

Forschungsnewsletter der TU Berlin
TU Berlin Forschungsnewsletter

Investition in Forschung und Gebäude: Das neue Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS) der TU Berlin wurde am 10. September eröffnet.
v.l. Prof. Dr. Volker Mehrmann, Dr. Henry Marx, Prof. Dr. Fatma Deniz, Siham Issami 
© Kevin Fuchs

Liebe Leser*innen,

wenn über die Gebäude der TU Berlin gesprochen wird, geht es derzeit häufig um Sanierungsbedarf. Zugleich wächst der Campus an anderen Stellen: Das neue Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS) wurde eröffnet und bietet rund 300 Wissenschaftler*innen Raum für interdisziplinäre Forschung. Die Chemical Invention Factory feierte ihr Richtfest. Hier stehen künftig Labore für Gründungsteams bereit, die an nachhaltigen Verfahren und Produkten für die Grüne Chemie arbeiten. Und auch beim TULIUM wurde Richtfest gefeiert. Dort entsteht ein Ort für Wissenschaft, Ausstellungen und Begegnung. Diese drei großen Neubauten zeigen, wie die TU Berlin in Forschung, Transfer und die dafür nötigen Gebäude investiert.
Neue Möglichkeiten für die Forschung eröffnen sich aber auch jenseits des Campus: Beim ersten erfolgreichen Satellitenstart der Spectrum-Rakete war CyBEEsat der TU Berlin der einzige deutsche Satellit an Bord und soll nun im Orbit Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe erproben.

Darüber hinaus greifen wir mit dieser Ausgabe weitere aktuelle Entwicklungen auf. Während Städte sich auf heißere Sommer einstellen müssen, untersucht ein Team der TU Berlin, wie sich diese Wärme im Untergrund speichern und in der kälteren Jahreszeit zum Heizen nutzen lässt. Außerdem: Der wachsende Einsatz von Elektrobussen stellt Verkehrsbetriebe vor neue Planungsaufgaben. Ein gemeinsam mit der BVG und dem Reiner Lemoine Institut entwickeltes Simulationstool soll dabei helfen. Und nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl zeigen TU-Forscher*innen, wie KI große Mengen politischer Beiträge auf Social Media-Plattformen ordnen kann, um Entwicklungen in der Online-Debatte sichtbar zu machen.

Viel Freude bei der Lektüre!

Aus der Wissenschaft
© Exolaunch
Satellit der TU Berlin soll Schutz vor Cyberangriffen im All testen

Beim erfolgreichen Satellitenstart der Spectrum-Rakete von Isar Aerospace am 5. September war CyBEEsat der TU Berlin als erster deutscher Satellit an Bord. Er sendet bereits erste Signale aus dem Orbit. Im Mittelpunkt der TU-Forschung steht ein selbst entwickeltes Betriebssystem, das Satelliten besser vor Cyberangriffen schützen soll. In mehr als 500 Kilometern Höhe werden verschlüsselte Kommunikationskanäle, sichere Softwareupdates und die Isolation einzelner Anwendungen unter realen Weltraumbedingungen erprobt. Die gewonnenen Daten und Erfahrungen sollen dazu beitragen, künftige Satellitenmissionen sicherer zu betreiben. Die eingesetzte Missionssoftware soll Forscher*innen und Raumfahrtinteressierten als Open Source zur Verfügung gestellt werden.

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© Mika Baumeister
Die Berlin-Wahl im Netz

Die Berliner Abgeordnetenhauswahl liegt erst wenige Tage zurück. Begleitet wurde sie von intensiven politischen Debatten auf X (ehem. Twitter) und anderen Plattformen. Forscher*innen der TU Berlin und der Universität Mainz haben dazu rund 1,4 Millionen deutschsprachige Beiträge mit KI analysiert. Ihr System bündelte ähnliche Aussagen zu 1.251 sogenannten Narrativen und machte sichtbar, welche Themen den untersuchten Diskurs prägten und wie sie sich im Wahlmonat entwickelten. Ziel der Forschung ist es, große Mengen politischer Beiträge mit KI so zu ordnen, dass Forscher*innen Entwicklungen in der Online-Debatte erkennen können. Bei der Berlin-Wahl wurde erprobt, ob das System ähnliche Aussagen selbstständig zu Narrativen bündelt und Veränderungen im Zeitverlauf sichtbar macht. Die Bewertung der Aussagen bleibt Aufgabe des Menschen.

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Berlin-Panorama im Sommer

© Allan Feitor

Sommerhitze für den Winter speichern

Unsere Städte werden immer heißer, während ihr Bedarf an Kühlung wächst. Im Verbundprojekt CO₂OL ISLANDS untersuchen Partner*innen aus Wissenschaft, Kommune und Praxis, wie sich überschüssige Wärme im Sommer im Untergrund speichern und im Winter zum Heizen nutzen lässt. Die TU Berlin erforscht dabei, wo Geothermie sinnvoll eingesetzt werden kann und wie sich das Grundwasser schützen lässt. Ein digitaler Zwilling soll diese Erkenntnisse mit Daten zu Gebäuden, Vegetation und Stadtklima verbinden und die Planung von Maßnahmen gegen urbane Hitze erleichtern. 

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© Charlss Gonzhu

KI soll Krebsbefunde zusammenführen

Bei der Krebsdiagnostik kommen Befunde oft nach und nach hinzu: Gewebebilder, molekulare Analysen und klinische Daten ergeben erst im Verlauf ein genaueres Bild. Ein neues, von BIFOLD an der TU Berlin geleitetes Forschungskonsortium will nun KI-Modelle entwickeln, die diese Informationen zusammenführen und sich an neue Befunde anpassen. Unter Leitung von Dr. Mina Jamshidi Idaji arbeiten dafür Wissenschaftler*innen aus dem Gebiet des Maschinellen Lernens mit Fachleuten aus der Onkologie und Pathologie zusammen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt startet im Oktober.

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Bus in Berlin

© Mykhailo Bykov

E-Bus-Flotten besser planen

Immer mehr Städte stellen ihre Busflotten auf Elektroantrieb um. Damit der Betrieb zuverlässig funktioniert und die Kosten tragbar bleiben, müssen die Verkehrsbetriebe ihre Fahrzeuge, die Batterien, Fahrpläne und auch die Ladeinfrastruktur sorgfältig aufeinander abstimmen. Im Forschungsprojekt E-Bus 2030+ haben Wissenschaftler*innen der TU Berlin gemeinsam mit der BVG und dem Reiner Lemoine Institut dafür verschiedene Elektrifizierungsszenarien untersucht und das frei verfügbare Simulationstool „WeBus“ entwickelt. Verkehrsbetriebe können damit durchspielen, wie sich unterschiedliche Batterien und Ladekonzepte auf Fahrzeugbedarf, Energieverbrauch und Kosten auswirken.

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Biomüll und Nahrungsmittel

© Lenka Dzurendova

Weniger weggeworfen, Wirkung unklar

Viele Lebensmittel landen im Müll, obwohl sie noch essbar wären. Im Projekt DiFo 2.0 untersuchten Forscher*innen der TU Berlin und Slow Food Deutschland e.V., ob und wie sich das ändern lässt. Dabei dokumentierten 222 Haushalte nach gezielten Mitmach-Aktionen 27 Prozent weniger vermeidbare Abfälle. Ob die Aktionen den Rückgang bewirkten, blieb offen, denn auch das tägliche Erfassen könnte das Verhalten verändert haben. Kurze zusätzliche Übungen zum Wegwerfverhalten zeigten keinen weiteren Effekt. Künftige Studien sollen nun klären, welche Maßnahmen dauerhaft helfen und wie sich ihre Wirkung verlässlich messen lässt.

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Prof. Dr. Andreas Held

Prof. Dr. Andreas Held
© TU Berlin

„Wir müssen genauer hinschauen“

Eine neue EU-Luftqualitätsrichtlinie senkt die Grenzwerte für Feinstaub. Künftig sollen auch ultrafeine Partikel und Ruß systematischer gemessen werden. Mit diesen Stoffen beschäftigte sich Prof. Dr. Andreas Held am Fachgebiet Umweltchemie und Luftreinhaltung. Er erforscht, woraus Partikel in der Luft bestehen, wie sie auf Gesundheit und Klima wirken und wie sich selbst geringe Mengen problematischer Stoffe nachweisen lassen. Im Interview erklärt er, warum diese Messungen für die Luftüberwachung wichtig sind.

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Der Campus wächst: Drei neue Orte für die Zukunft
Das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation

Bezugsfertig: das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation
© Kevin Fuchs

Das TULIUM hinter dem TU-Hauptgebäude
© Kevin Fuchs

Richtfest für die Chemical Invention Factory
© Christian Kielmann

Auf dem Campus der TU Berlin entstehen neue Räume für Forschung, Gründungen und Austausch: Das Interdisziplinäre Zentrum für Modellierung und Simulation (IMoS) wurde eröffnet und bietet rund 300 Wissenschaftler*innen Raum für Forschung über Fachgrenzen hinweg. Die Chemical Invention Factory feierte ihr Richtefest. Hier stehen künftig Labore für Gründungsteams bereit, die an nachhaltigen Verfahren und Produkten für die Grüne Chemie arbeiten. Und auch beim TULIUM wurde Richtfest gefeiert: Mit Räumen für Ausstellungen und Begegnung entsteht hier ein weiterer Ort für den Austausch zwischen Universität, Wissenschaft und Gesellschaft.
Die drei Bauprojekte stehen für Investitionen in Forschung, Gründungen und einen lebendigen Campus.

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Die TU Berlin in der Exzellenzstrategie
Offene Wissenschaft in sechs Fakultäten

Forschungsergebnisse zugänglich machen, Methoden teilen und Zusammenarbeit erleichtern: Wie das im jeweiligen Fach gelingt, ist sehr unterschiedlich. Im Programm „Botschafterinnen für eine Offene Wissenschaft“ der Berlin University Alliance bringen Forscher*innen Open Science deshalb direkt in ihre Fachbereiche. An der TU Berlin engagieren sich derzeit zehn Botschafter*innen aus sechs Fakultäten. Sie sind Ansprechpersonen für Kolleg*innen und entwickeln passende Formate für den Forschungsalltag.

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Aus unserem Forschungsnetzwerk
Bei der Unterzeichnung von links nach rechts (hinten): Prof. Dr. Fatma Deniz (TU Berlin),  Dr. Henry Marx (Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Berlin), Niels Helle-Meyer (HU), vorne: Dr. Martin Mann (BUA), Dr. Kathrin Rost (ZIB), Dr. Saskia Vormfelde (HZB), Prof. Dr. Bernd Rech (HZB)
Bei der Unterzeichnung von links nach rechts (hinten): Prof. Dr. Fatma Deniz (TU Berlin),  Dr. Henry Marx (Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, Berlin), Niels Helle-Meyer (HU), vorne: Dr. Martin Mann (BUA), Dr. Kathrin Rost (ZIB), Dr. Saskia Vormfelde (HZB), Prof. Dr. Bernd Rech (HZB)
© Berlin University Alliance
Berlin bündelt Rechenleistung für KI-Forschung

Die Berlin University Alliance, zu der auch die TU Berlin gehört, plant gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Berlin und dem Zuse-Institut Berlin ein Data-Science- und KI-Zentrum in Dahlem und Adlershof. Am 18. September 2026 haben die Partner eine Vereinbarung unterzeichnet, die die gemeinsame Planung und Nutzung von Rechen- und Speicherkapazitäten regelt.

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Ein Foto und seine Geschichte
So gesehen – das Fotorätsel
© Alexander Koenig
Erkennen Sie, was zu sehen ist?

Sieht spannend aus – aber was ist es? Die Auflösung zu diesem Bild aus unserer Forschung finden Sie per Klick.

zur Lösung
Veranstaltungen

Weizenbaum Debate – How To Debate: Zusammenhalt stärken statt Gräben vertiefen
30.9.2026, Podiumsdiskussion mit Forschungsimpulsen

Die diesjährige Weizenbaum Debate widmet sich der Frage, was unsere Gesellschaft zusammenhält und wie politische Gespräche besser gelingen können. Forscher*innen und Gäste aus Politik und Medien diskutieren über Filterblasen, Desinformation und gezielte Polarisierung und sie suchen nach Ideen für ein konstruktives Miteinander im Netz und im Alltag. Die TU Berlin gehört zum Forschungsverbund, der das Weizenbaum-Institut trägt.

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KlimaWirtschaftsForum
14.-15.10.2026, Konferenz

Das KlimaWirtschaftsForum ist die führende studentisch organisierte Konferenz in Berlin zu klimagerechter Wirtschaftspolitik und bringt Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an einen Tisch. Das Forum ist eine Projektwerkstatt der TU Berlin und steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Ottmar Edenhofer, Direktor und Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung sowie Leiter des TU-Fachgebiets Ökonomie und Politik des Klimawandels. 
Die Konferenz richtet sich an alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenfrei und mit einer Anmeldung verbunden.

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SAVE THE DATE!
Queen's Lecture 2026: Designing and Translating Materials to Heal the Body and Detect Diseases Earlier

4.11.2026, Öffentliche Vorlesung

Am 4. November 2026 hält Molly Stevens, Professorin für Bionanowissenschaften, University of Oxford, die diesjährige Queen’s Lecture zum Thema „Designing and Translating Materials to Heal the Body and Detect Diseases Earlier“.
Die Queen’s Lecture wurde 1965 ins Leben gerufen und feiert mit diesem Vortrag ihr 60-jähriges Jubiläum. Seit 1997 findet sie in Kooperation mit der Britischen Botschaft und dem British Council Germany statt.

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mehr Forschungsnachrichten finden Sie im Newsroom der TU Berlin

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Herausgeberin: Stabsstelle Kommunikation, Events und Alumni
V.i.S.d.P.: Stefanie Terp, CvD: Christine Kreutzer, Barbara Halstenberg
Technische Universität Berlin, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin
Kontakt zur Redaktion: pressestelle@tu-berlin.de

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