[TU Berlin] Medieninformation Nr. 43 - 12. Februar 1997
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Vorträge, Diskussion und Preise

2. Institutstag am Institut für Kommunikations- und Softwaretechnik der TU Berlin / Einladung

Mit verschiedenen Fachvorträgen über die zukünftigen Perspektiven der Kommunikations- und Softwaretechnik in der Forschung, aber auch über die Umsetzung der Forschungsergebnisse in der Lehre will das gleichnamige Institut am Fachbereich Informatik der TU Berlin im Rahmen eines Institutstages informieren, der hier bereits zum zweiten Mal veranstaltet wird.

Neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion wird der 2. Institutstag aber auch genutzt, um die jeweils beste Dissertation und beste Diplomarbeit, die am Institut für Kommunikations- und Softwaretechnik 1996 entstanden ist, zu ehren. Dr.-Ing. Julia Padberg wird für ihre Dissertation und Dipl.-Ing. Ben-Hui Chen wird für seine Diplomarbeit mit einem Preis ausgezeichnet, der vom Informations- und Kommunikationstechnologie Verbund e. V. (IKV) in Berlin gestiftet wurde.

Zu der Veranstaltung möchten wir Sie hiermit herzlich einladen.

Zeit: am Freitag, dem 14. Februar 1997, Beginn 13.15 Uhr
Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, Raum H 2032, 10623 Berlin

Julia Padberg hat sich in ihrer Doktorarbeit, die von Prof. Dr. Hartmut Ehrig betreut wurde, mit Petrinetzen beschäftigt. In der Hardware- und Softwareindustrie wächst das Interesse an Entwurfsmethoden für die Entwicklung von Software, die eine zuverlässige formale Grundlage besitzen. Denn nur solche Methoden können die Korrektheit komplexer Systeme und ihre Anpassbarkeit an veränderte Anforderungen gewährleisten. Eine Basis für eine solche Methode sind Petrinetze. In ihrer Dissertation hat Julia Padberg sich mit der Theorie von Petrinetzen und deren Anwendung auf Software- und Kommunikationsbasierte Systeme beschäftigt. Die 1965 in Münster geborene Julia Padberg studierte von 1987 bis 1992 Informatik an der TU Berlin und schloß im Februar 1996 ihre Promotion ab. Sie arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Forschergruppe "Petrinetz - Technologie" an der TU Berlin. Sie erhält ein Preisgeld in Höhe von 1000,- DM.

Der 1965 in China geborene Ben-Hui Chen hat im Rahmen seiner Diplomarbeit einen automatischen Suchdienst entwickelt, der speziell deutschsprachige Dokumente im Internet-Dienst World Wide Web (WWW) sucht. Da es sehr schwierig ist, bestimmte Informationen in dem umfangreichen World Wide Web zu finden, gibt es sog. Suchdienste , die eine

Stichwortsuche auf allen weltweit auffindbaren WWW-Dokumenten ermöglichen. Bisher gab es nur Suchdienste, die weltweit WWW-Dokumente absuchen, was lange Listen und lange Wartezeiten für den Benutzer zur Folge hatte. Flipper - so heißt der von Ben-Hui Chen am Fachgebiet Formale Modelle, Logik, Programmierung von Prof. Dr. Bernd Mahr an der TU Berlin entwickelte Suchdienst, ist der erste, der ausschließlich deutsche Dokumente im Internet sucht. (Wir haben ausführlich in unserer Medieninformation Nr. 157 vom 8. Juli 1996 darüber berichtet).

Ben-Hui Chen, der ein Preisgeld in Höhe von 500,- DM erhält, hat zwischen 1990 und 1996 Elektrotechnik an der TU Berlin studiert und arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kommunikations- und Softwaretechnik der TU Berlin.


Weitere Informationen erteilt Ihnen gern: Prof. Dr. Hartmut Ehrig, Institut für Kommunikations- und Softwaretechnik der TU Berlin, Tel.: 030/314-73510/ -73511.