[TU Berlin] Medieninformation Nr. 217 - 29. Oktober 2001 - Bearbeiter/in: mika
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Die Oper - ein Ort für aktuelle Debatten?

Einladung zur Queen's Lecture mit Sir Peter Jonas am 8. November 2001 und zum Pressetermin in der TU Berlin

Am 8. November findet in der TU Berlin die traditionelle Queen's Lecture statt. Zu Gast ist in diesem Jahr der Intendant der Bayerischen Staatsoper München, Sir Peter Jonas. In seinem Vortrag "Art and music theatre - the battleground of tolerance" wird er über künstlerische Freiheiten und die Auseinandersetzungen mit künstlerischen Interpretationen sprechen, sich aber auch mit der Frage beschäftigen, ob die Oper als Ort taugt, um gesellschaftliche Konflikte oder Debatten zu führen.

 Queen's Lecture an der TU Berlin
Für die künstlerische Arbeit fordert Sir Peter Jonas die Freiheit im Kreativen, aber auch die Pflicht zum Experiment, notfalls verbunden mit dem Recht auf ein Scheitern, ein. Mit Aktionen wie "Oper für alle" versuchte er neue Publikumsschichten an die Oper heranzuführen. Sein durchgängig ungewöhnliches Repertoire im Bereich der Barock-Oper und der Avantgarde zeichnet seine Arbeit in München aus. Mit einer durchschnittlichen Platzausnutzung von 96 Prozent in der Bayerischen Staatsoper setzt er seine Vorstellung von Oper äußerst erfolgreich um. Zum Vergleich: die Platzausnutzung der drei Berliner Opernhäuser beträgt im Durchschnitt rund 70 Prozent. Die Sparpläne der Wissenschafts- und Kultursenatoren Peter Radunski und Christoph Stölzl im Bereich der Berliner Opernhäuser hat Sir Peter Jonas stets kritisiert und zahlreiche Vorschläge zur Zukunft der Berliner Opernhäuser eingebracht.

Zur diesjährigen Queen's Lecture möchten wir Sie ganz herzlich einladen:

Zeit: am Donnerstag, dem 8. November 2001, um 17.00 Uhr
Ort: Audimax der TU Berlin, Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

An die Journalistinnen und Journalisten

Bitte beachten Sie Folgendes:

Die Veranstalter (Referat für Außenbeziehungen) bitten darum, dass während des Vortrages von Sir Peter Jonas nicht fotografiert wird. Aus diesem Grund wird es während des Pressetermines um 15.45 Uhr sowie vor Beginn des Vortrages die Möglichkeit geben, Sir Peter Jonas zu fotografieren.

Pressetermin

Vor Beginn der diesjährigen Queen’s Lecture findet ein Pressetreffen mit Sir Peter Jonas statt, bei dem es Gelegenheit gibt, kurze Interviews zu führen und zu fotografieren. Auch zu dem Pressetermin möchten wir Sie herzlich einladen:

Zeit: am Donnerstag, dem 8. November 2001, um 15.45 Uhr

Ort: TU Berlin, Hauptgebäude, Raum H 1036, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin

Bitte melden Sie sich in der Pressestelle der TU Berlin per Fax (030) 314 - 239 09 oder E-Mail (pressestelle@tu-berlin.de) bis zum 7. November 2001 an. Da schon eine Reihe von Anmeldungen vorliegen, werden wir Sie am 7. November 2001 telefonisch kontaktieren, um die Reihenfolge der Interviews festlegen zu können.

Peter Jonas wurde 1946 in London geboren. Nach einem Studium der Englischen Literatur und Tätigkeiten als Statist und Bühnenarbeiter absolvierte er ein Studium der Oper und Musikgeschichte. 1974 ging er zunächst als Assistent von Georg Solti an das Chicago Symphony Orchestra, das er von 1976 bis 1984 als künstlerischer Leiter führte. Als Direktor der English National Opera kehrte er 1984 in seine britische Heimat zurück. Seit 1993 ist Peter Jonas Intendant der Bayerischen Staatsoper in München. Für seine Verdienste um die Oper verlieh ihm Königin Elizabeth II. 1991 den Titel eines Commander of the British Empire. Am 31. Dezember 1999 hat ihn die Königin für seine künstlerischen Verdiensten in den Adelsstand als Ritter erhoben. Darüber hinaus wurde Sir Peter Jonas in diesem Jahr mit dem Bayerischen Verdienstorden geehrt.

Die Queen's Lectures: deutsch-britische Beziehungen mit Tradition

Die Queen's Lectures sind eine Vortragsreihe, welche anlässlich des Besuchs der Königin Elisabeth II. am 27. Mai 1965 in Berlin als Gastgeschenk der Briten an die Stadt Berlin eingeführt wurden. An jedem Jahrestag dieses Besuches sollte eine renommierte britische Wissenschaftlerin oder ein renommierter britischer Wissenschaftler einen Vortrag über sein Fachgebiet halten. 1975 brach die Tradition der Queen's Lectures vorerst ab. In ihrem Festbeitrag zum 50. Jahrestag der Neugründung der vormaligen Technischen Hochschule als Technische Universität Berlin kündigte die britische Gesandte Rosemary Spencer 1996 die Wiederaufnahme der Queen's Lectures an. Im Dezember 1997 hielt Professor Richard Krebs vom Natural Environment Research Council den ersten Vortrag der wiederbelebten Reihe, die vom British Council großzügig unterstützt wird. 1998 war der Architekt Richard Rogers mit seinem Vortrag "Cities of Tomorrow" zu Gast an der TU Berlin. Ihm folgte 1999 der Soziologe und Vordenker des dritten Weges, Anthony Giddens, mit seiner Rede "The Third Way and its Critics". Im vergangenen Jahr war die Gehirnforscherin Susan A. Greenfield mit ihrem Vortrag "The Brain of the Future" zu Gast an der TU Berlin.

Die Queen's Lecture steht allen Interessentinnen und Interessenten offen. Der Eintritt ist frei. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie in Ihrem Medium auf die Veranstaltung hinweisen könnten.

Bitte leiten Sie diese Medieninformation auch an Ihre Feuilleton-/Kulturredaktion weiter.


Weitere Informationen erteilen Ihnen gerne Michaela Kawall von der Pressestelle der TU Berlin, Tel.: 030/314-24026, Fax: 030/314-23909 oder E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de und Daniela Bechtloff vom Bereich Außenbeziehungen der TU Berlin, Tel.: 030/314-25678, Fax: 030/314-79587, E-Mail: veranstaltungen@abz.tu-berlin.de