[TU Berlin] Medieninformation Nr. 67 vom 21. März 2006 - Bearbeiter/in: bk

   


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Public-Private-Partnership auf Erfolgskurs

Femtec - eine gemeinsame GmbH der TU Berlin und der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft - wird vom Stifterverband ausgezeichnet

Für ihre bisher in Deutschland einzigartige Public-Private-Partnership Technischer Universitäten und führender Technologieunternehmen zur Förderung von Frauen in den Natur- und Ingenieurwissenschaften wurde die Femtec Hochschulkarrierezentrum für Frauen Berlin GmbH ausgezeichnet. Sie erhielt im Rahmen des vom Stifterverband und der Stiftung Mercator ausgelobten Wettbewerbs "Schlüsselqualifikationen plus" einen Sonderpreis in Höhe von 50.000 Euro. Bei dem Wettbewerb, an dem sich 93 Hochschulen beteiligten, wurden vier weitere Hochschulen für ihre vorbildlichen Modelle zur Vermittlung überfachlicher Kompetenzen mit je 100.000 Euro geehrt. 

Die Femtec GmbH ist eine gemeinsame Gründung der TU Berlin und der Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft e.V. (EAF). Das ausgezeichnete Konzept wurde von der TU Berlin und der EAF gemeinsam mit der TU Darmstadt, eine der Partnerhochschulen des Femtec-Networks, eingereicht. 

Die Idee der Femtec überzeugte die Jury, weil hier mit einem hervorragenden beruflichen Qualifizierungsprogramm Frauen neue Wege in die Technikwissenschaften erschlossen werden.

Gemeinsam mit ihren Partnern hat die Femtec eine Angebotsstruktur entwickelt, die ganzheitlich bereits in der Schule ansetzt und Studium, Berufseinstieg und Karriereentwicklung von Studentinnen der Natur- und Technikwissenschaften kontinuierlich begleitet. Schülerinnenworkshops geben Orientierungshilfen für die Leistungskurs- und für die Studien- und Universitätswahl. Ergänzend zum Fachstudium kombinieren studienbegleitende Programme die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen sowie Wirtschafts-Know-how und Managementkompetenzen mit dem Einsatz neuer Lehrformen und innovativer Instrumente der individuellen Karriereförderung (Mentoring, Coaching, Beratung) und der Integration von Praxismodulen. 

Zum einen macht es die universitätsübergreifende Zusammenarbeit möglich, eine differenzierte, an die verschiedenen Alters- und Studienstufen angepasste Programmstruktur anzubieten, die das traditionelle Spektrum gleichstellungspolitischer Aktivitäten um eine zielgerichtete Förderung weiblicher Leistungseliten ergänzt und leistungsstarke junge Frauen zu einem langfristig tragfähigen Netzwerk zusammenführt. Zum anderen erlaubt es die Public-Private-Partnership-Struktur, Know-how und Ressourcen von Universitäten und von Spitzenunternehmen zu bündeln und hilft, Ausbildungsinnovationen auf eine langfristig tragfähige organisatorische und finanzielle Basis zu stellen. 

Bisher wurden 168 Schülerinnen und 224 Studentinnen in die Programme der Femtec aufgenommen. "Neben den exzellenten Trainings schätzen die Teilnehmerinnen vor allem den intensiven Kontakt zu Unternehmen und zu weiblichen Rollenvorbildern sowie das beständig wachsende Netzwerk gleich gesinnter ambitionierter junger Frauen", sagt Dr. Helga Lukoschat, Geschäftsführerin der Femtec GmbH. 

Von den bisher befragten Schülerinnen haben 98% tatsächlich den Weg in die Natur- und Ingenieurwissenschaften gewählt und die ersten Absolventinnen der studienbegleitenden Programme sind überdurchschnittlich schnell und erfolgreich in aussichtsreiche Startpositionen in Wissenschaft und Wirtschaft eingetreten. Die Einstiegswege der jungen Frauen sind vielfältig. So haben rund 30% der Teilnehmerinnen den Berufseinstieg über Traineeprogramme, z. B. in der internationalen Nachwuchsgruppe der DaimlerChrysler AG, gewählt. Rund 35% bearbeiten in den Forschungs- und Entwicklungsabteilungen der Partnerunternehmen oder aber auch an Universitäten und Forschungseinrichtungen eigenständige Promotionsvorhaben. Und schließlich haben 35% den Direkteinstieg in renommierte Unternehmen gefunden. 

Neben der TU Berlin kooperieren die RWTH Aachen, die TU Darmstadt, die TU Dresden und die Universität Stuttgart im Femtec-Network, das in den Jahren von 2003 bis 2006 als Modellprojekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird. Wirtschaftspartner der Femtec GmbH sind folgende acht, international tätige Unternehmen: DaimlerChrysler AG, EADS, Porsche AG, Robert Bosch GmbH, Siemens AG, The Boston Consulting Group GmbH, ThyssenKrupp AG und Wintershall AG.


Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Dr. Helga Lukoschat und Dr. Marion Esch, Femtec Hochschulkarrierezentrum für Frauen Berlin GmbH, Tel. 314-79505, esch@femtec-berlin.de, lukoschat@femtec-berlin.de, www.femtec-berlin.de
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