[Kapitel 3]

[TU Berlin]


TU Berlin - Rechenschaftsbericht des Präsidenten 1995/96

Kapitel 3 - Leistungsstand in der Forschung


Biotechnologie-Zentrum

Der Akademische Senat hat im September 1996 die Einrichtung des fachübergreifenden Forschungsschwerpunktes "Biotechnologie-Zentrum" für zunächst 3 Jahre beschlossen. Die Einrichtung des Biotechnologie-Zentrums verfolgt das Ziel, die vorhandenen Biotechnologie-Ressourcen der TU Berlin derart zu bündeln, daß durch strukturelle und organisatorische Verbesserungen die Einwerbung von Drittmitteln erleichtert und die Qualität der interdisziplinär angelegten Ausbildung gesteigert werden kann.

Der Forschungsschwerpunkt plant seine interdisziplinären, TU-spezifischen Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Umweltbiotechnologie, marine Biotechnologie, Lebensmittelbiotechnologie, medizinische Biotechnologie und Zelltechnologie. Darüber hinaus wird die Integration grundlagenorientierter Felder der biologischen und biophysikalischen Chemie, einer der zukünftigen profilbestimmenden Schwerpunkte der Chemie, beabsichtigt.

Dem neuen Forschungsschwerpunkt kommt im Rahmen des BioRegio-Förderprogramms des Bundes und des BioTop-Förderprogramms des Landes Berlin eine besondere Bedeutung zu. Die TU Berlin kann sich hierbei mit guten Erfolgsaussichten beteiligen, da das vorhandene wissenschaftliche Potential bereits national und international ein hohes Ansehen genießt.

Im Rahmen der bereits bestehenden Möglichkeiten wird ein zentraler Schwerpunkt des Biotechnologie-Zentrums die Umsetzung der Biosyntheseleistungen bis in die Produktion sein. Häufig wurde in der Vergangenheit gerade diese Umsetzung vernachlässigt, was das Fehlen einer ausreichenden Anzahl relevanter Produkte bei der biotechnologischen Produktion nach sich zog. Darüber hinaus bietet die Einrichtung eines erweiterten Instituts für Biotechnologie im Rahmen des Forschungsschwerpunktes Biotechnologiezentrum die Möglichkeit, das Feld der medizinischen Biotechnologie in Forschung und Lehre einzubinden. Die interdisziplinären Fragestellungen ermöglichen fortgeschrittenen Studenten verschiedener Bereiche, anwendungsorientierte Forschung kennenzulernen. Wie die Erfahrungen der letzten Jahre gezeigt haben, verringert sich gerade in molekularbiologischen Bereichen zunehmend der Abstand zwischen Grundlagenforschung und Anwendung.


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